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Deutscher Arbeitsmarkt: Anstieg der Arbeitslosigkeit überschreitet Drei-Millionen-Marke

  • Arbeitslosenzahl im Januar auf 3,085 Millionen gestiegen, erstmals seit zwölf Jahren über drei Millionen.
  • Sinkende Beschäftigung und weniger offene Stellen deuten auf breitere Abkühlung des Arbeitsmarktes hin.

Der deutsche Arbeitsmarkt zeigt im Januar Schwäche. Die Arbeitslosenzahl stieg auf 3,085 Millionen, erstmals seit fast zwölf Jahren über drei Millionen. Die Arbeitslosenquote erhöhte sich um 0,4 Prozentpunkte auf 6,6 Prozent.

Im Vergleich zum Vorjahr sind 92.000 mehr Menschen arbeitslos. Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten sinkt leicht, während die Chancen auf Wiedereinstellung abnehmen. Unternehmen melden weniger offene Stellen, ein Rückgang um 34.000 auf 598.000.

Andrea Nahles von der Bundesagentur für Arbeit verweist auf saisonale Effekte. Befristete Verträge laufen aus, und witterungsabhängige Branchen reduzieren ihre Beschäftigung. Saisonbereinigt bleibt die Arbeitslosenzahl stabil.

Die Dynamik am Arbeitsmarkt lässt nach. Neueinstellungen werden aufgeschoben, der Übergang in Beschäftigung wird schwieriger. 1,142 Millionen Menschen beziehen Arbeitslosengeld, 3,826 Millionen erhalten Bürgergeld.

Besonders betroffen sind junge Menschen. 64.000 sind ohne Ausbildungsplatz gemeldet, 41.000 haben keine Alternative. Die tatsächliche Zahl könnte höher sein, da nicht alle registriert sind.

Der Januar ist traditionell schwierig für den Arbeitsmarkt. Doch steigende Arbeitslosigkeit, sinkende Stellenmeldungen und rückläufige Beschäftigung deuten auf eine breitere Abkühlung hin. Der Arbeitsmarkt verliert an Schwung.

Ob es sich um eine vorübergehende Schwäche oder den Beginn einer längeren Phase handelt, bleibt abzuwarten. Klar ist: Die Drei-Millionen-Marke ist zurück, in einer wirtschaftlich angespannten Lage.

Quelle: Eulerpool Research Systems