Der weltgrößte Elektronik-Auftragsfertiger Foxconn wächst rasant. Getrieben vom Boom bei KI-Servern steigt der Quartalsumsatz um 22 Prozent auf ein neues Rekordniveau. Die Cloud-Sparte wird zum wichtigsten Wachstumsmotor.
Der taiwanische Konzern Foxconn hat im abgelaufenen Quartal einen Umsatz von umgerechnet 70,8 Milliarden Euro erzielt. Das entspricht einem Plus von 22 Prozent gegenüber dem Vorjahr und markiert ein neues Allzeithoch. Haupttreiber war erneut die Cloud- und Netzwerksparte, die stark von der weltweit steigenden Nachfrage nach Hochleistungsrechnern für Künstliche Intelligenz profitiert.
Besonders bemerkenswert ist der strukturelle Wandel im Konzern. Die Cloud- und Netzwerksparte hat die klassische Smartphone-Fertigung inzwischen als wichtigsten Geschäftsbereich abgelöst. Damit verändert sich das Profil des Unternehmens nachhaltig: Foxconn entwickelt sich vom reinen Massenfertiger für Konsumelektronik hin zu einem zentralen Zulieferer für KI-Infrastruktur und Rechenzentren.
Foxconn zählt heute zu den wichtigsten Herstellern von KI-Servern weltweit. Der Konzern profitiert dabei vom massiven Ausbau von Rechenzentren, die für Training und Betrieb großer Sprachmodelle benötigt werden. Das Management rechnet in diesem Segment mit einem weiterhin „signifikanten“ Wachstum, da Investitionen in KI-Infrastruktur global auf hohem Niveau bleiben.
Zusätzliche Fantasie liefert eine im November geschlossene Partnerschaft mit OpenAI, dem Entwickler von ChatGPT. Beide Unternehmen wollen gemeinsam KI-Hardware entwickeln. Für Foxconn bedeutet das nicht nur neue Aufträge, sondern auch eine stärkere Positionierung entlang der technologischen Wertschöpfungskette.
Der jüngste Umsatzrekord unterstreicht, wie stark der KI-Boom die globale Elektronikindustrie verändert. Für Foxconn wird Künstliche Intelligenz zunehmend zum zentralen Wachstumstreiber. Sollte die Nachfrage nach Rechenleistung weiter steigen, dürfte der Konzern auch in den kommenden Quartalen von der Investitionswelle in KI-Infrastruktur profitieren.




