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Einbruch in Gelsenkirchener Sparkasse: Sicherheitslücken bei Bankschließfächern aufgedeckt

  • Einbruch in Gelsenkirchener Sparkasse zeigt Sicherheitslücken bei Bankschließfächern.
  • Kunden sollten Versicherungsschutz prüfen und Inhalte dokumentieren, um im Ernstfall abgesichert zu sein.

Der Einbruch in den Tresorraum der Sparkasse Gelsenkirchen hat viele Kunden verunsichert. Tausende Schließfächer wurden aufgebrochen, und der Schaden könnte höher sein als zunächst angenommen. Der Vorfall zeigt: Ein Bankschließfach ist sicher, aber nicht automatisch umfassend versichert.

Schließfächer gelten als sichere Aufbewahrungsorte für Wertgegenstände. Raubüberfälle sind selten und haben in den letzten Jahren abgenommen. Laut Bundeskriminalamt gab es 2024 bundesweit 36 Raubüberfälle auf Banken. Absolute Sicherheit gibt es jedoch nicht, wie die Fälle in Gelsenkirchen und Lübeck zeigen.

Die Mietkosten für Schließfächer variieren je nach Größe und Standort. Kleine Fächer kosten oft unter 100 Euro jährlich, während große Boxen 500 Euro und mehr kosten können. Bei der Hamburger Sparkasse kostet ein kleines Fach rund 69 Euro pro Jahr.

In der Miete ist meist nur eine begrenzte Grundversicherung enthalten. Wer höhere Werte lagert, sollte eine Zusatzversicherung abschließen. Alternativ kann der Inhalt über eine Hausratversicherung mitversichert sein, abhängig vom Tarif.

Selbst mit Versicherung gilt: Erstattung gibt es nur bei Nachweis. Versicherer verlangen aktuelle Unterlagen. Fehlen diese oder sind sie veraltet, kann die Leistung gekürzt oder verweigert werden.

Praktische Checkliste: Versicherungssumme prüfen, Zusatzpolice oder Hausratdeckung klären, Inventarliste führen und regelmäßig aktualisieren, Belege und Fotos außerhalb des Schließfachs aufbewahren.

Ein Schließfach schützt vor vielen Risiken, aber nicht vor Unterversicherung. Wer erhebliche Vermögenswerte lagert, sollte den Versicherungsschutz aktiv anpassen und den Inhalt dokumentieren. Nur so besteht im Ernstfall eine realistische Chance auf vollständige Erstattung.

Quelle: Eulerpool Research Systems