Deutsches Geldvermögen 2025: Erstmals über zehn Billionen Euro
- Deutsches Geldvermögen 2025 erstmals über zehn Billionen Euro.
- Hohe Sparquote und Aktienmärkte als Haupttreiber, ungleiche Verteilung bleibt bestehen.
Das private Geldvermögen in Deutschland hat 2025 erstmals die Marke von zehn Billionen Euro überschritten. Haupttreiber sind eine hohe Sparquote und steigende Aktienmärkte, die zu einer ungleichen Vermögensverteilung führen.
Nach Berechnungen der DZ Bank stieg das nominale Geldvermögen um sechs Prozent auf 10,03 Billionen Euro. Trotz wirtschaftlicher Unsicherheiten setzt sich der Aufwärtstrend fort, unterstützt durch hohe Sparneigung und positive Kapitalmarkteffekte.
Für 2026 erwartet die DZ Bank weiteres Wachstum. Trotz geringerer Kursgewinne und sinkender Sparquote soll die Ersparnis der Haushalte stabil bleiben. Das Geldvermögen könnte um fünf Prozent auf 10,5 Billionen Euro steigen.
Die Sparquote lag 2025 bei 10,4 Prozent, unter dem Vorjahreswert von 11,2 Prozent, aber über dem langfristigen Durchschnitt. Kursgewinne an den Kapitalmärkten trugen 290 Milliarden Euro zum Vermögensaufbau bei.
Deutsche Haushalte investieren defensiver als international üblich. Bankeinlagen und Versicherungsprodukte dominieren, was langfristig die Renditechancen begrenzt. Die Vermögensverteilung ist ungleich: 50 Prozent des Vermögens entfallen auf die reichsten zehn Prozent der Haushalte.
Die Bundesbank wird die endgültigen Zahlen für das vierte Quartal 2025 im April veröffentlichen. Der Meilenstein von zehn Billionen Euro verdeutlicht, dass Kapitalmarktteilnahme entscheidend für den Vermögensaufbau ist und bestehende Unterschiede verstärkt.