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Chinas Wirtschaft: Ökonom fordert 3000 Yuan für jeden Bürger zur Ankurbelung des Konsums

  • Ökonom schlägt 3000 Yuan Einmalzahlung für jeden Chinesen vor, um Konsum zu steigern.
  • Kritiker bezweifeln Wirksamkeit, fordern strukturelle Reformen statt kurzfristiger Maßnahmen.

Chinas Wirtschaft leidet unter schwachem Konsum, Deflation und einer Immobilienkrise. Ein Ökonom schlägt vor, jedem Bürger einmalig 3000 Yuan zu geben, um die Nachfrage zu steigern.

Wirtschaftsprofessor Zhu Tian von der China Europe International Business School sieht in der Einmalzahlung einen Weg, das Bruttoinlandsprodukt um 1,5 Prozent zu erhöhen. Die Finanzierung soll über Staatsanleihen erfolgen.

Frühere Konsumprogramme in China, wie lokale Gutscheine, hatten nur begrenzte Wirkung. Zhu kritisiert deren geringe makroökonomische Wirkung und setzt auf einen breiten, einfachen Ansatz.

Ein gesteigerter Konsum in China hätte auch Auswirkungen auf internationale Handelspartner. Europäische Unternehmen beobachten die Debatte aufmerksam, da die Nachfrage nach Maschinen und Luxusgütern eng mit Chinas Konsumverhalten verknüpft ist.

Kritiker wie Ting Lu von Nomura bezweifeln die Wirksamkeit von Einmalzahlungen. Sie argumentieren, dass Chinas Probleme tiefer liegen und strukturelle Reformen erfordern.

Zhu fordert zusätzlich eine aktivere Immobilienpolitik, um unfertige Projekte abzuwickeln und Überbestände in geförderten Wohnraum umzuwandeln.

Demografische Herausforderungen verschärfen die Lage. Die Bevölkerung altert, und die Geburtenrate ist niedrig. Regionale Programme zur Unterstützung von Familien sind bisher punktuell.

Zhu sieht in seinem Vorschlag einen Weckruf. China hat die finanziellen Mittel, um Konsum und Immobilienmarkt zu stabilisieren, doch politische Zurückhaltung und Unsicherheit bremsen die Umsetzung.

Quelle: Eulerpool Research Systems