China intensiviert Militärmanöver um Taiwan: Eskalation durch US-Waffenpaket
- China intensiviert Militärmanöver um Taiwan mit Raketen und Artillerie.
- US-Waffenpaket für Taiwan führt zu Eskalation der Spannungen.
China hat seine Militärmanöver um Taiwan am zweiten Tag deutlich verstärkt. Erstmals wurden Raketen, Langstreckenartillerie und koordinierte Angriffe mehrerer Teilstreitkräfte eingesetzt. Die chinesische Volksbefreiungsarmee simulierte einen gemeinsamen Langstreckenangriff von Heer, Marine, Luftwaffe und Raketentruppen.
Das taiwanische Verteidigungsministerium berichtete, dass chinesische Einheiten aus Fujian Langstreckenartillerie abgefeuert haben. Die Geschosse landeten in Zonen nahe der 24-Seemeilen-Linie vor Taiwan. Diese Zone gilt als Anschlussbereich an die Hoheitsgewässer mit eingeschränkten Kontrollrechten.
China erhöhte den militärischen Druck in der Luft und zur See erheblich. Taiwan registrierte 130 Einsätze chinesischer Militärflugzeuge und Drohnen innerhalb von 24 Stunden. Zudem meldete Taipeh 14 chinesische Kriegsschiffe und weitere staatliche Schiffe.
Der taiwanische Präsident Lai Ching-te verurteilte die Manöver als „unverfrorene Provokation“ und warnte vor einer Gefährdung der regionalen Stabilität. Taipeh sieht in den Manövern eine gezielte Einschüchterung und Eskalation des militärischen Drucks durch Peking.
Peking bezeichnet das Manöver „Just Mission 2025“ als notwendigen Test der Kampfbereitschaft und „ernste Warnung“ an separatistische Kräfte. Analysten vermuten, dass China eine schnelle Blockade Taiwans erprobt, um Häfen zu schließen und Nachschublieferungen zu unterbinden.
Die Eskalation wurde durch ein von den USA angekündigtes Waffenpaket für Taiwan im Umfang von 11,1 Milliarden US-Dollar ausgelöst. Chinas Außenminister Wang Yi bekräftigte das Ziel einer „vollständigen Wiedervereinigung“ mit Taiwan, was die Regierung in Taipeh zurückweist.