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Bayer fordert höhere Arzneimittelpreise in Europa: Strategische Neuausrichtung auf den US-Markt

  • Bayer fordert europäische Arzneimittelpreise an US-Niveau anzupassen, um Forschung zu finanzieren.
  • Strategische Neuausrichtung auf den US-Markt mit Fokus auf Schlüsselprodukte wie Nubeqa.

Der Pharmakonzern Bayer intensiviert die Diskussion um Arzneimittelpreise in Europa. Pharma-Vorstand Stefan Oelrich fordert eine Annäherung an das US-Preisniveau. Er warnt, dass niedrige Erlöse die Einführung neuer Medikamente in Europa gefährden könnten.

Oelrich betont, dass europäische Preise die Finanzierung von Forschung erschweren. Ohne Anpassung könnten innovative Arzneien später oder gar nicht eingeführt werden. Der US-Markt ist für Bayer strategisch zentral, da der Konzern dort nicht zu den 20 größten Pharmaanbietern gehört.

Das Wachstum soll durch Schlüsselprodukte wie das Prostatakrebsmittel Nubeqa vorangetrieben werden, das 2025 bereits 1,7 Milliarden Euro Umsatz erzielte. Weitere Produkte mit Blockbuster-Potenzial sind in der Pipeline.

Pharmakritiker sehen die Forderung skeptisch und bezweifeln, dass Forschungskosten allein höhere Preise rechtfertigen. Viele Entwicklungen werden staatlich mitfinanziert. Oelrich betont, dass Europa entscheiden müsse, ob es Innovationen angemessen vergüten will, um im globalen Wettbewerb nicht zurückzufallen.

Quelle: Eulerpool Research Systems