Playmobil kämpft mit Umsatzrückgang trotz neuem Produkt Sky Trails
- Playmobil verzeichnete 2025 in Deutschland einen Umsatzrückgang von acht Prozent, während der Gesamtmarkt um drei Prozent wuchs.
- Die neue Produktlinie Sky Trails erzielte in den ersten vier Monaten 3,2 Millionen Euro Umsatz, doch hohe Lagerbestände und Preisnachlässe deuten auf Herausforderungen hin.
Der deutsche Spielwarenmarkt wuchs 2025, doch Playmobil verzeichnete einen Umsatzrückgang von acht Prozent auf 104 Millionen Euro. Der Gesamtmarkt legte um drei Prozent zu, was die Verluste des Traditionsherstellers aus Zirndorf besonders schmerzhaft macht.
Deutschland ist für Playmobil zentral und trug bisher ein Drittel zum Umsatz der Horst Brandstätter Holding bei. Der erneute Rückgang im Kernmarkt wiegt daher schwer. Hoffnung setzt das Unternehmen auf die neue Produktlinie Sky Trails.
Sky Trails, ein Konstruktionsspiel mit Hängeschienen, erzielte in den ersten vier Monaten 3,2 Millionen Euro Umsatz. Dies entspricht etwa drei Prozent des Gesamtvolumens. Playmobil zeigt sich zufrieden, doch hohe Lagerbestände und Preisnachlässe deuten auf einen vorsichtigen Abverkauf hin.
Im Dezember 2025 stieg der Umsatz von Playmobil in Deutschland um 14 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Das Weihnachtsgeschäft verlief positiv, und auch klassische Serien legten zu. Das Management sieht darin ein Zeichen für die Relevanz der Marke im Handel.
Die wirtschaftlichen Probleme sind jedoch tiefgreifend. Der Umsatz der Horst Brandstätter Holding sank weltweit von 691 Millionen Euro (2021/22) auf 449 Millionen Euro (2023/24). Ein Jahresverlust von 120 Millionen Euro und der Abbau von 700 Stellen belasten zusätzlich.
Seit 2023 leitet Bahri Kurter das operative Geschäft. Er setzt auf Innovationen und Produktumbau, räumt jedoch ein, dass einzelne Neuheiten wie Sky Trails nicht allein über die Zukunft der Marke entscheiden können.
Playmobil steht vor der Herausforderung, Kinder in einer digital geprägten Freizeitwelt zu binden und den Strukturwandel im Spielwarenmarkt zu meistern. Das starke Weihnachtsquartal zeigt Nachfrage, doch ob neue Konzepte den Abwärtstrend stoppen, bleibt offen.