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Deutscher Immobilienmarkt 2025: Regionale Unterschiede und Preissprünge abseits der Metropolen

  • Der deutsche Immobilienmarkt erholt sich 2025, mit starken Preissprüngen außerhalb der Metropolen.
  • Steigende Bau- und Finanzierungskosten führen zu regionalen Preisunterschieden und sozialen Herausforderungen.

Der deutsche Immobilienmarkt hat sich 2025 deutlich erholt. Besonders außerhalb der Metropolen gab es zweistellige Preissprünge, während in einigen Regionen die Preise sanken.

Im vierten Quartal 2025 stiegen die Preise für Bestandswohnungen im Bundesdurchschnitt um 5,5 Prozent auf 3.200 Euro pro Quadratmeter. Ein- und Zweifamilienhäuser verteuerten sich um etwa drei Prozent.

Die Mieten stiegen am stärksten: Bestandsmieten erhöhten sich um 6,6 Prozent, Neubau-Mieten um gut vier Prozent. Neubaupreise entwickelten sich uneinheitlich, mit regionalen Schwankungen von +47 Prozent bis -17 Prozent.

München bleibt Spitzenreiter bei Neubauwohnungen mit 11.124 Euro pro Quadratmeter. Sieben der zehn teuersten Kreise liegen im Umkreis von 50 Kilometern um München.

Auch bei Bestandswohnungen ist München mit über 8.000 Euro pro Quadratmeter der teuerste Standort. Ein starkes Süd-Nord-Gefälle bleibt bestehen.

Die höchsten prozentualen Zuwächse verzeichneten Regionen mit niedrigerem Preisniveau. Im Erzgebirge stiegen Neubaupreise um 47 Prozent, bedingt durch gestiegene Bau- und Finanzierungskosten.

In über 100 Kreisen sanken Neubaupreise. Der stärkste Rückgang wurde im Altmarkkreis Salzwedel mit über 17 Prozent gemessen.

Bei Ein- und Zweifamilienhäusern sind die höchsten Preise im Landkreis Miesbach mit über 10.700 Euro pro Quadratmeter zu finden. Die günstigsten Preise gibt es in Thüringen und Niedersachsen.

Jena verzeichnete bei neuen Häusern einen Zuwachs von fast 95 Prozent, bedingt durch hochpreisige Neubauprojekte.

Die teuersten Mieten gibt es in München mit knapp 25 Euro pro Quadratmeter. Stendal und Ulm verzeichneten Mietsteigerungen von über 20 Prozent.

Mietervertreter warnen vor Verdrängung aus erschwinglichen Lagen. Die Nachfrage übersteigt das Angebot, während der Neubau hinter dem Bedarf zurückbleibt.

Immobilienökonomen erwarten auch 2026 steigende Preise. Gründe sind geringe Neubautätigkeit, hohe Baukosten und starke Nachfrage. Das Erschwinglichkeitsproblem verschärft sich, was Abwanderung in günstigere Standorte fördert.

Der Markt bleibt zweigeteilt: Top-Lagen konsolidieren, während preiswerte Regionen aufholen, mit sozialen und wohnungspolitischen Folgen.

Quelle: Eulerpool Research Systems