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Abfindungen in Deutschland: Branchenunterschiede und Einflussfaktoren

  • Abfindungen variieren stark je nach Branche und Unternehmensgröße.
  • Energie- und Finanzsektor zahlen besonders hohe Abfindungen.

Der Personalabbau betrifft derzeit viele Branchen in Deutschland. Unternehmen wie Bosch, Lufthansa und RTL reduzieren Stellen. Häufig werden Kündigungen durch freiwillige Abgänge und Abfindungen abgefedert.

Eine Umfrage der Boston Consulting Group zeigt, dass Abfindungen stark variieren. Durchschnittlich wird ein Bruttomonatsgehalt pro Jahr der Betriebszugehörigkeit gezahlt. Diese Studie bietet erstmals eine Orientierung, wie hoch Abfindungen tatsächlich ausfallen.

Besonders hohe Abfindungen gibt es in der Energiebranche und im Finanzsektor, gefolgt von der Medizintechnik. Diese Unternehmen verfügen über stabile Cashflows und können sich höhere Abfindungen leisten, um Reputationsschäden zu vermeiden.

Kleine und sehr große Unternehmen zahlen im Schnitt höhere Abfindungen als mittelgroße Betriebe. Konzerne haben größere Budgets, während kleinere Unternehmen aus Angst vor Rechtsstreitigkeiten großzügiger sind.

Gewerkschaftliche Organisationen beeinflussen ebenfalls die Höhe der Abfindungen. Wo starke Arbeitnehmervertretungen existieren, fallen Abfindungen häufig höher aus.

Kommunikationsunternehmen zahlen im Schnitt am wenigsten. Bei RTL liegen die Abfindungen dennoch zwischen 1,0 und 1,4 Monatsgehältern pro Jahr, mit zusätzlichen Boni.

Abfindungen sind individuell und hängen von Branche, Unternehmensgröße, wirtschaftlicher Lage und Verhandlungsgeschick ab. Die BCG-Umfrage zeigt, dass in bestimmten Branchen mehr möglich ist, als viele Arbeitnehmer erwarten.

Quelle: Eulerpool Research Systems