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2026: Ein Wendepunkt für den deutschen IPO-Markt?

  • 2026 könnte der deutsche IPO-Markt nach Jahren der Flaute wieder aufleben.
  • Prominente Kandidaten sind TK Elevators, Mobile.de und KNDS mit hohen Bewertungen.

Nach Jahren der Flaute könnte 2026 der deutsche IPO-Markt wieder aufleben. Investmentbanken und Finanzinvestoren bereiten sich auf eine neue Welle von Börsengängen vor, sowohl von etablierten Konzernen als auch von Start-ups.

Ein prominenter Kandidat ist die Aufzugsparte von Thyssenkrupp, TK Elevators. Mit einer möglichen Bewertung von 20 Milliarden Euro könnte es einer der größten europäischen IPOs werden.

Auch das Autoanzeigenportal Mobile.de plant einen Börsengang. Die Eigentümer Blackstone und Permira streben eine Bewertung von rund zehn Milliarden Euro an, während Übernahmeinteresse von Prosus besteht.

Der Verteidigungssektor ist besonders gefragt. KNDS plant eine Doppelnotierung in Frankfurt und Paris, um Produktionskapazitäten auszubauen. Die angestrebte Bewertung liegt bei 20 Milliarden Euro.

Deutsche Start-ups zeigen Zuversicht. Das Berliner Fintech Raisin und die Reiseplattform GetYourGuide erwägen Börsengänge, wobei letzteres eher in New York notieren könnte.

Der Softwareanbieter Celonis könnte seinen verschobenen IPO 2026 nachholen. Celonis ist ein bekanntes Tech-Unicorn und konkurriert direkt mit SAP im Bereich Prozessautomatisierung.

Die KI-Rüstungsfirma Helsing und der Drohnenhersteller Quantum Systems planen Pre-IPO-Runden. Ein Börsengang könnte sich jedoch bis 2027 verzögern.

Weitere potenzielle IPO-Kandidaten sind Deepl, Flix Mobility, Neura Robotics, Bitpanda und Sumup. Letzteres könnte in London oder Frankfurt an die Börse gehen.

Der Optimismus ist groß, da viele Private-Equity-Investoren auf Exit-Möglichkeiten warten. Sollte das Marktumfeld stabil bleiben, könnte 2026 das Comeback-Jahr für Börsengänge werden.

Investmentbanker berichten von Zeitdruck, insbesondere in den Sektoren Verteidigung und Technologie. Ein früher Börsengang könnte einen First-Mover-Vorteil bieten.

Ob 2026 das Comeback-Jahr wird, hängt vom Marktumfeld ab. Die Pipeline ist gut gefüllt, und der Exit-Druck ist hoch. Bleiben größere Verwerfungen aus, könnte Deutschland wieder auf der IPO-Landkarte erscheinen.

Quelle: Eulerpool Research Systems