2026: Chancen und Risiken im KI-getriebenen Aktienmarkt
- 2025 war ein Rekordjahr für Aktienindizes, getrieben durch den KI-Boom.
- Experten empfehlen Diversifikation und warnen vor Übergewichtung von US-Tech-Aktien.
Das Jahr 2025 war für Anleger außergewöhnlich: Aktienindizes erreichten trotz geopolitischer Risiken und neuer US-Zölle Rekordhöhen. Der KI-Boom trieb Bewertungen und Investitionen in neue Höhen, doch die Frage bleibt: Droht 2026 eine KI-Blase?
Banken und Fondshäuser sehen das Risiko, bleiben jedoch gelassen. Die fundamentalen Rahmenbedingungen gelten als solide, was einen abrupten Absturz unwahrscheinlich macht. Experten raten zu einer breiten Streuung und warnen vor einer Übergewichtung von US-Tech-Aktien.
Strategen betonen, dass die aktuelle Marktdynamik wenig mit der Dotcom-Blase gemein hat. Unternehmen hinter KI-Investitionen sind finanziell solide, mit realen Geschäftsmodellen und erheblichen Cashflows.
Christian Nolting von der Deutschen Bank sieht KI als strukturelles Wachstumsthema, das über 2026 hinaus relevant bleibt. Große Unternehmen investieren Milliarden in KI-Infrastruktur, was als realer Kapitalaufbau gilt.
Analysten verweisen darauf, dass Blasen meist platzen, wenn Notenbanken die Zinsen anheben. Aktuell wird jedoch eine Zinssenkung erwartet, was die Märkte stützen könnte.
Die Erwartungen für 2026 sind hoch, mit prognostizierten Kursgewinnen von 10 bis 18 Prozent. Dennoch wird die Bewertung des US-Markts als hoch angesehen, weshalb einige Experten eine leichte Untergewichtung empfehlen.
Europa und Schwellenländer erscheinen günstiger, mit höheren Gewinnanstiegen und geringeren Bewertungsrisiken. Anleihen bieten nach Jahren niedriger Zinsen wieder attraktive Renditen, sollten jedoch nicht als risikofrei betrachtet werden.
Gold bleibt ein großer Gewinner. Zentralbankkäufe haben den Preis stark steigen lassen, und UBS empfiehlt, fünf Prozent Gold im Portfolio zu halten.
Zusammengefasst zeichnen sich vier Leitlinien ab: 2026 wird herausfordernd, aber kein Crashjahr. Die Welt wächst weiter, die Politik stützt, und KI schafft realwirtschaftliche Nachfrage. Anleger sollten optimistisch bleiben, aber clever diversifizieren.