Washington investiert 500 Millionen Dollar in umstrittenes Impfstoffprojekt trotz Budgetkürzungen
- Washington investiert 500 Millionen Dollar in ein umstrittenes Impfstoffprojekt trotz Budgetkürzungen.
- Das Projekt setzt auf Totvirusimpfstoffe und markiert einen Strategiewechsel in der Impfstoffentwicklung.
Inmitten drastischer Budgetkürzungen investiert das US-Gesundheitsministerium 500 Millionen Dollar in ein Impfstoffprojekt. Die Entscheidung sorgt für Verwunderung, da gleichzeitig Forschungsstipendien gestrichen werden.
Das Projekt wird von der Biomedical Advanced Research and Development Authority finanziert. Insider bezeichnen die Summe als „astronomisch“.
Im Zentrum steht der universelle Grippeimpfstoff BPL-1357, entwickelt von Dr. Matthew Memoli und Dr. Jeffery Taubenberger. Beide sind nun in leitenden Positionen bei den National Institutes of Health.
BPL-1357 enthält vier inaktivierte Influenzaviren und wird nasal oder per Injektion verabreicht. Erste Studien zeigen milde Nebenwirkungen, weitere Untersuchungen sind geplant.
Das Projekt markiert einen Strategiewechsel: Statt auf Covid-19-Impfstoffe zu setzen, sollen Impfstoffe gegen ganze Virusfamilien entwickelt werden. Erste Studien für einen Coronaimpfstoff sind für 2026 geplant.
Kritik kommt von Experten wie Rick Bright, der die hohe Finanzierungssumme als „beispiellos“ bezeichnet. Zum Vergleich: Das Jahresbudget des National Institute of Allergy and Infectious Diseases lag 2023 bei 856 Millionen Dollar.
Technologisch setzt das Projekt auf Totvirusimpfstoffe, die wegen Nebenwirkungen in den Hintergrund gedrängt wurden. Dennoch könnte ihre schnelle Produktionsfähigkeit im Pandemiefall vorteilhaft sein.
Gesundheitsminister Robert F. Kennedy Jr. betont die staatliche Kontrolle des Projekts und hebt die Unabhängigkeit von kommerziellen Interessen hervor.