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Warren Buffett übergibt Führung von Berkshire Hathaway an Greg Abel: Eine neue Ära beginnt

  • Warren Buffett übergibt nach sechs Jahrzehnten die Führung von Berkshire Hathaway an Greg Abel.
  • Investoren stehen vor einer neuen Phase mit veränderter Anlagestrategie und rauerem politischen Umfeld.

Zum Jahreswechsel endet eine Ära: Warren Buffett übergibt nach sechs Jahrzehnten die Führung von Berkshire Hathaway an Greg Abel. Für den Konzern und Investoren beginnt eine neue Phase mit entscheidenden Fragen.

Buffett prägte Berkshire Hathaway wie kaum ein anderer Unternehmenslenker. Er formte die Holding zum größten US-Konglomerat und wurde zur moralischen Instanz des Kapitalismus.

Der Übergang ist lange vorbereitet. Buffett, 95, kündigte den Wechsel im Mai an. Greg Abel übernimmt nun offiziell den CEO-Posten, während Buffett weiterhin präsent bleibt.

Berkshire Hathaway ist mehr als ein Aktienfonds. Zum Konzern gehören Versicherungen, eine Energiesparte, die Eisenbahngesellschaft BNSF und zahlreiche Industrieunternehmen.

Das Aktienportfolio umfasst rund 250 Milliarden US-Dollar. Buffetts Käufe galten als Qualitätssiegel, doch diese Signalwirkung könnte schwächer werden.

Buffett teilte die Verantwortung mit Ted Weschler und Todd Combs. Mit dem Führungswechsel verlässt Combs das Unternehmen. Weschlers Rolle und Abels Einfluss auf Investmententscheidungen bleiben offen.

Berkshire hat nie offengelegt, wer für welche Investments verantwortlich war. Dies erschwert es Investoren, die Qualität künftiger Entscheidungen einzuschätzen.

Berkshire-Aktien profitierten von der sogenannten Buffett-Prämie. Nach Buffetts Rückzugsankündigung verlor die Aktie an Wert, was auf die Bedeutung seiner Person hinweist.

Greg Abel genießt intern großes Vertrauen. Buffett lobt ihn als operativ starken Manager, doch Abel muss sich das Vertrauen der Investoren erst erarbeiten.

Die politische Lage bringt zusätzlichen Druck. Trumps Rückkehr ins Weiße Haus verändert das Umfeld für Berkshire spürbar.

BNSF leidet unter schwächerem Welthandel, und sinkende Zinsen drücken auf die Kapitalerträge aus Berkshires Barreserven.

Berkshire Hathaway Energy steht zwischen den Fronten. Der steigende Strombedarf ist ein Vorteil, doch Trumps Politik bremst Förderungen für erneuerbare Energien.

Berkshire Hathaway bleibt ein solides Unternehmen mit enormer Finanzkraft, doch der Konzern durchläuft die tiefgreifendste Veränderung seit Jahrzehnten.

Buffett bleibt präsent, aber nicht mehr entscheidend. Die Anlagestrategie wird sich verändern, und das politische Umfeld ist rauer geworden. Für Aktionäre beginnt eine neue Phase.

Quelle: Eulerpool Research Systems