Wall Street auf Rekordkurs: Zinssenkungen in Aussicht, Ölpreis fällt
- Wall Street nähert sich neuen Rekorden dank Zinssenkungssignalen und Nahost-Waffenruhe.
- Ölpreis fällt deutlich, während US-Wachstum robust bleibt.
Die Wall Street nähert sich einem neuen Allzeithoch. Der S&P 500 stieg um über 1 %, während der Nasdaq 100 auf Rekordniveau zusteuert. Unterstützung kommt von einer Waffenruhe im Nahen Osten und Signalen der Fed für mögliche Zinssenkungen.
Fed-Chef Jerome Powell erklärte vor dem House Financial Services Committee, dass die Federal Reserve keine Eile sehe, aber alle Optionen offenhalte. Die Geldmärkte erwarten nun zwei Zinssenkungen bis Jahresende, mit einer 20 % Wahrscheinlichkeit für einen ersten Schritt im Juli.
Die Renditen von US-Staatsanleihen sanken, und der Dollar verlor an Wert. Der Ölpreis fiel aufgrund der geopolitischen Entspannung deutlich, mit West Texas Intermediate um fast 6 % auf 64,56 Dollar pro Barrel.
US-Präsident Donald Trump verkündete die Waffenruhe zwischen Israel und Iran, nachdem beide Länder Gesprächsbereitschaft signalisiert hatten. Trotz anfänglicher Spannungen beruhigte sich die Lage schnell, was die Risikobereitschaft der Anleger stärkte.
Die Marktstimmung bleibt jedoch vorsichtig. Analysten warnen vor einer möglichen Überbewertung des Marktes. Bill Gross sieht nur einen kleinen Bullenmarkt für Aktien und einen kleinen Bärenmarkt für Anleihen.
Das robuste US-Wachstum hilft der Wall Street, Rückschläge schnell zu überwinden. Geopolitische Schockwellen werden oft als Einstiegschancen gesehen, nicht als Auslöser für längere Korrekturen.
Mit der bevorstehenden Berichtssaison und dem nächsten Fed-Meeting Ende Juli könnten weitere positive Impulse folgen, vorausgesetzt, die Inflation bleibt unter Kontrolle und die Waffenruhe hält an.