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Vorsicht an den Optionsmärkten trotz Allzeithochs: Geopolitische Risiken belasten langfristig

  • Optionsmärkte bleiben trotz Allzeithochs an Aktienmärkten vorsichtig.
  • Geopolitische Risiken und geldpolitische Unsicherheit belasten langfristig.

Der S&P 500 erreichte ein neues Allzeithoch, während die Energiepreise aufgrund nachlassender Spannungen im Nahen Osten sanken. Dennoch zeigen die Optionsmärkte ein differenziertes Bild mit anhaltender mittelfristiger Skepsis.

Die Prämie für Put-Optionen auf den S&P 500 hat sich verringert, was auf kurzfristigen Optimismus hindeutet. Gleichzeitig ist die Volatilitätsstruktur der VIX-Futures steiler geworden, was auf anhaltende Risikoaversion hinweist.

Rocky Fishman von Asym 500 LLC betont, dass die VIX-Kurve eine nachhaltige Reaktion auf die Turbulenzen im April signalisiert. Das Handelsvolumen bei VIX-Calls hat zugenommen, während der VVIX-Index unter 90 gefallen ist.

Am Rohölmarkt ist die implizite Volatilität für Brent auf das Niveau von Anfang Juni zurückgefallen. Das Skew-Profil ist flach, aber Preisschwankungen bei Öl werden höher bewertet als bei Aktien.

Hedgefonds haben ihre Netto-Long-Positionen auf Brent stark reduziert. Im europäischen Gasmarkt kehrten algorithmische Händler ihre Positionierung von 9% Netto-Long auf 18% Netto-Short.

JPMorgan-Strategen empfehlen Equity-Oil-Hybrid-Positionen. Steigende geopolitische Risiken könnten Ölpreise anziehen lassen, während steigende Zinsen den Aktienmarkt belasten.

Goldman Sachs sieht den Rückgang des geopolitischen Risikoaufschlags in den zurückhaltenden Reaktionen des Irans und stabilisierenden Maßnahmen der USA und Chinas begründet. Die Risiken sind nicht verschwunden, sondern nur verschoben.

Quelle: Eulerpool Research Systems