Volkswagen senkt Renditeprognose nach Zollbelastung und plant Investitionen in den USA
- Volkswagen senkt Prognose für operative Marge wegen Zollbelastung.
- CEO Blume plant Investitionen in den USA und strebt Zollsenkungen an.
Volkswagen hat seine Prognose für die operative Marge gesenkt. Grund ist eine Zollbelastung von 1,3 Mrd. Euro im ersten Halbjahr, verursacht durch den Handelskonflikt mit den USA.
Besonders betroffen sind Audi und Porsche, deren US-Geschäft stark auf Exporte angewiesen ist. Audi verzeichnete einen Rückgang des operativen Ergebnisses um 64 Prozent, Porsche sogar um 91 Prozent.
CEO Oliver Blume kündigte große Investitionen in den USA an und strebt ein firmenspezifisches Abkommen mit der US-Regierung an, um Zölle zu senken.
Blume plant, mehr Fahrzeuge in den USA zu produzieren und Exporte aus Nordamerika auszuweiten. Bisher exportiert VW nur in geringem Umfang aus den USA nach Kanada und Mexiko.
Die EU und Washington verhandeln über einen generellen Zollsatz von 15 Prozent für EU-Exporte. Unklar ist, ob Autos eingeschlossen sind. VW erwartet eine operative Marge von 4,5 Prozent, falls Zölle auf Importe aus Mexiko gesenkt werden.
Hohe Produktionskosten belasten die Margen trotz eines Anstiegs der Elektrofahrzeugverkäufe um 47 Prozent. Der Konzernumbau und Stellenabbau in Deutschland beeinflussen den freien Cashflow.
Finanzvorstand Arno Antlitz betont den Handlungsdruck und die Notwendigkeit, Programme zu beschleunigen und kostenorientiert zu handeln.