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US-Großbanken: Handel dominiert weiterhin die Wall-Street-Erträge

  • US-Banken erzielen drei Viertel ihrer Erträge aus dem Handel, nicht aus Investmentbanking.
  • Analysten erwarten einen Rückgang des Nettogewinns um 13 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Die führenden US-Banken erzielen weiterhin den Großteil ihrer Wall-Street-Erträge aus dem Handel. Analysten erwarten im zweiten Quartal Handelserlöse von rund 31 Milliarden US-Dollar, mehr als das Dreifache der Einnahmen aus dem Investmentbanking.

Der Anteil des Investmentbankings an den Gesamterträgen bleibt zum 14. Mal in Folge unter 25 Prozent. Diese Entwicklung hält seit über drei Jahren an und ist seit mindestens 2014 beispiellos.

Der Handel profitiert von Zinsschwankungen und geopolitischen Krisen, während das Investmentbanking mit schwachen M&A-Transaktionen und Kapitalmärkten kämpft. Analysten sehen 2025 für das Investmentbanking bereits als abgeschrieben an.

Die Ertragskraft des Handelsgeschäfts bleibt stabil. Analysten warnen jedoch vor übermäßigem Wachstum im Handel, da das aktuelle Niveau bereits außergewöhnlich hoch ist.

Investoren bewerten Umsätze aus dem Investmentbanking traditionell höher, da sie als margenstärker gelten. Trotz der schwachen Entwicklung spekuliert der Markt auf eine Erholung, was sich im Aktienkurs von Goldman Sachs widerspiegelt.

Die Quartalsberichte der großen US-Banken beginnen am 15. Juli. Analysten erwarten einen Rückgang des Nettogewinns um 13 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, mit dem stärksten Rückgang bei JPMorgan.

Quelle: Eulerpool Research Systems