US-Autozölle belasten Handelsgespräche mit Japan, Südkorea und EU
- US-Handelsgespräche mit Japan, Südkorea und EU stagnieren wegen 25-Prozent-Autozöllen.
- Japan und Südkorea fordern Zollaufhebungen, EU verlangt bessere Bedingungen als Großbritannien.
Die Handelsgespräche der USA mit Japan, Südkorea und der EU stagnieren. Ein Hauptproblem sind die 25-Prozent-Autozölle, die diese Länder stark treffen. Im Gegensatz zu China gibt es hier keinen Durchbruch.
Unter Präsident Trump wurden im April fast alle Importe mit Zöllen belegt. Nur mit Großbritannien wurde eine schnelle Einigung erzielt, jedoch mit begrenzten Zugeständnissen. Japan, Südkorea und die EU kämpfen weiterhin mit den vollen Zöllen.
Die Zölle belasten die Wirtschaft spürbar. Toyota, Honda und Nissan mussten ihre Gewinnprognosen senken. Japans Wirtschaft schrumpfte im ersten Quartal, was die Folgen sinkender Exporte verdeutlicht.
Japans Handelsunterhändler Ryosei Akazawa fordert die Aufhebung aller Zölle. Südkorea drängt ebenfalls auf Ausnahmen, um Jobverluste in der Autozulieferindustrie zu vermeiden.
Die EU fordert bessere Bedingungen als Großbritannien. Polens Wirtschaftsminister Michał Baranowski kritisiert das britische Ergebnis als unzureichend für Europa.
Trump rechtfertigt die Zölle mit dem Ziel, das Handelsdefizit zu verringern. Die meisten Zölle wurden für 90 Tage ausgesetzt, ausgenommen Autos und Stahl, was die Verhandlungen erschwert.
Japan sucht trotz der Zölle das Gespräch mit den USA. Die 2019 vereinbarten Handelsabkommen wurden von Washington weitgehend verworfen, was in Tokio als Vertrauensbruch gilt.
Oppositionspolitiker Yoshihiko Noda fordert Garantien für künftige Abkommen. Experten sehen Chancen, wenn Japan mehr US-Autos importiert und Sicherheitsstandards angleicht.
Forderungen der USA nach geringerer Abhängigkeit von China und Währungsanpassungen erschweren den Abschluss. Dennoch gibt es Fortschritte, besonders in Asien, betont Treasury Secretary Scott Bessent.
Die Differenzen über Autotarife und Handelsregeln bleiben ein zentrales Hemmnis. Der Weg zu einem dauerhaften Handelsfrieden mit den wichtigsten Verbündeten ist weit.