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Ubisoft: Radikale Umstrukturierung führt zu historischem Kurssturz

  • Ubisoft kündigt umfassende Restrukturierung an, Aktie stürzt um 35% ab.
  • Sechs Spieleprojekte eingestellt, Studios in Halifax und Stockholm geschlossen.

Der französische Spieleentwickler Ubisoft hat eine umfassende Restrukturierung angekündigt, die zu einem dramatischen Kurssturz führte. Die Aktie fiel zeitweise um 35 Prozent und erreichte den niedrigsten Stand seit 14 Jahren.

Im Rahmen der Neuausrichtung wird Ubisoft in fünf kreative Divisionen umstrukturiert, um Fokus und Effizienz zu steigern. Sechs Spieleprojekte werden eingestellt, darunter ein Remake von Prince of Persia, und sieben weitere Titel verschoben.

Die Studios in Halifax und Stockholm werden geschlossen, während in anderen Ländern Restrukturierungen stattfinden. Ubisoft hat zudem seine Prognose für die Netto-Buchungen im Geschäftsjahr 2026 gesenkt und die Guidance für 2026/27 zurückgezogen.

Analysten sehen die Umstrukturierung als notwendige Maßnahme, um die finanzielle und operative Krise zu bewältigen. Die Marktkapitalisierung von Ubisoft ist auf 616 Millionen Euro gesunken, ein deutlicher Rückgang von 11 Milliarden Euro im Jahr 2018.

Die Ankündigung zeigt, dass Ubisoft den Ernst der Lage erkannt hat. Ob die Maßnahmen zu einer nachhaltigen Erneuerung führen, wird sich in den nächsten zwei Jahren zeigen, abhängig von der Fähigkeit, erfolgreiche Spiele zu liefern.

Quelle: Eulerpool Research Systems