Nach FTI-Insolvenz und Reiseabsagen stockt TUI seine Kontingente erheblich auf – Konkurrent profitiert.
Nach der Insolvenz des Reiseveranstalters FTI hat TUI seine Kontingente erheblich aufgestockt. Ein Sprecher des Unternehmens gab am Sonntag bekannt, dass TUI rund 300.000 zusätzliche Plätze gesichert habe, insbesondere in den beliebten Urlaubszielen Türkei und Ägypten, aber auch in Spanien und Griechenland. TUI habe umgehend nach Bekanntwerden der FTI-Insolvenz Gespräche mit den Anbietern aufgenommen und die zusätzlichen Kapazitäten nun fest zugesagt bekommen.
Diese zusätzlichen Plätze sollen mehr als der Hälfte der von der FTI-Pleite betroffenen Reisenden eine Ersatzbuchung ermöglichen. Auch für die kommende Wintersaison plant TUI, seine Kontingente weiter auszubauen. Die Insolvenz von FTI, die vor etwa zwei Wochen ihren Insolvenzantrag stellte, führte zur Stornierung aller weiteren Reisen des Unternehmens.
Die Allianz Selbständiger Reiseunternehmen (asr), die Reisebüros, Reiseveranstalter und touristische Dienstleister vertritt, begrüßte die Absage der Reisen durch FTI. Anke Budde, Präsidentin der asr, betonte, dass dies Sicherheit für alle Beteiligten schaffe und Reisebüros nun neue Buchungen für ihre Kunden abschließen könnten. Sie appellierte jedoch an die Reiseveranstalter, die sich die FTI-Kontingente sichern, die Preise nicht aufgrund der veränderten Wettbewerbssituation zu Lasten der Urlauber zu erhöhen.
TUI versicherte am Sonntag, dass sich die Preise im Durchschnitt auf einem vergleichbaren Niveau wie zuvor halten würden. Diese Maßnahme zeigt TUIs Bestreben, den durch die FTI-Insolvenz entstandenen Bedarf zu decken und den betroffenen Reisenden eine alternative Lösung anzubieten.



