Trumps Zollpolitik: US-Investoren suchen internationale Diversifikation
- Trumps Handelspolitik verunsichert US-Investoren, führt zu Portfolioanpassungen.
- Internationale Diversifikation gewinnt an Bedeutung, US-Ausnahmestellung wird hinterfragt.
Die eskalierende Handelspolitik von Trump verunsichert wohlhabende US-Investoren. Innerhalb weniger Tage verloren die US-Börsen 7,7 Billionen Dollar an Marktwert, bevor sie sich leicht erholten. Die Unsicherheit über die Wirtschaftspolitik führt zu drastischen Portfolioanpassungen.
Einige Investoren sehen die Marktschwäche als Kaufgelegenheit, während andere Kapital umschichten. Unternehmer Chris Ciunci verkaufte zehn Prozent seines Portfolios und investierte in ein Geldmarktkonto, um sich vor inflationärem Druck und Risiken durch Trumps Zölle zu schützen.
Reiche Familien und Family Offices prüfen strategische Diversifikation. Europa, Japan und Währungen außerhalb des Dollarraums gewinnen an Attraktivität. Monica DiCenso von JPMorgan stellt die bisherige Übergewichtung in den USA infrage.
Die Fragilität von US-Staatsanleihen verstärkt die Nervosität. Die Lage erinnert an vergangene Schockphasen wie die Finanzkrise 2008 und den Corona-Einbruch 2020.
Doug Johnson, Ex-Banker, sieht in seiner international gestreuten Anlagestrategie Stabilität. Er prüft Opportunitäten in US-Aktien, globalen Anleihen und Schwellenländern.
UBS rät zur Besonnenheit und verweist darauf, dass der S&P 500 nach einem Rückgang von 20 Prozent in den folgenden fünf Jahren im Schnitt 53 Prozent zulegte.
Der Vertrauensverlust bleibt ein zentrales Thema. Rich Scarinci von Partners Capital hinterfragt die amerikanische Ausnahmestellung. Das globale Investitionsnarrativ verlagert sich hin zu mehr internationaler Balance.