Trump droht mit 50% EU-Zoll: Brüssel bereitet Gegenmaßnahmen vor
- Trump droht mit 50% Einfuhrzoll auf EU-Produkte, was die Märkte verunsichert.
- Die EU plant Gegenzölle und betont Verhandlungsbereitschaft, während Trump unnachgiebig bleibt.
US-Präsident Donald Trump hat angekündigt, ab dem 1. Juni einen 50-prozentigen Einfuhrzoll auf EU-Produkte zu erheben. Diese Maßnahme könnte die Handelsbeziehungen erheblich belasten und sorgt für Unsicherheit an den Finanzmärkten.
Die EU reagiert besonnen. Handelskommissar Maroš Šefčovič betont die Bereitschaft zu Verhandlungen, warnt jedoch, dass die EU ihre Interessen entschlossen verteidigen wird. Respekt soll die Grundlage der Gespräche sein, nicht Drohungen.
Trump zeigt sich unnachgiebig und bezeichnet die Verhandlungen mit der EU als „sinnlos“. Seine Taktik erinnert an frühere Handelskonflikte, bei denen er zunächst hart blieb, um später doch eine Einigung zu erzielen.
Deutschland unterstützt die EU-Kommission, bereitet sich aber auch auf ein Scheitern der Verhandlungen vor. Bundeswirtschaftsministerin Reiche warnt, dass Zollkonflikte keine Sieger kennen.
Brüssel plant Gegenzölle auf US-Waren im Wert von bis zu 100 Milliarden Euro. Diese sollen Schlüsselbranchen wie Agrarprodukte, Maschinenbau und Technologie treffen, falls Washington an der Eskalation festhält.
Trump droht auch Apple mit einem Sonderzoll von 25 Prozent, falls das Unternehmen seine iPhones nicht in den USA produziert. Apple rechnet mit Zusatzkosten von 900 Millionen Dollar im laufenden Quartal.
Trumps protektionistische Politik stellt die EU vor die Herausforderung, Stärke zu zeigen, ohne die Tür zur Einigung zuzuschlagen. Die wirtschaftlichen Risiken sind für beide Seiten erheblich.