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Transatlantische Handelskonflikte: EU setzt auf Freihandel, Trump auf Zölle

  • Die EU bietet an, alle Industriezölle im transatlantischen Handel aufzuheben.
  • Trump setzt auf Zölle und betont die Einnahmen, ignoriert jedoch Marktinstabilität.

Die EU bleibt offen für Gespräche und bietet an, alle Industriezölle im transatlantischen Handel aufzuheben. Ursula von der Leyen betont, dass das Angebot weiterhin besteht, trotz der Eskalation im Zollstreit mit den USA.

Brüssel hat Washington bereits eine umfassende Freihandelsvereinbarung vorgeschlagen. Die EU positioniert sich strategisch, um bei einem Scheitern des Dialogs Gegenmaßnahmen zu ergreifen. Eine Taskforce soll Importströme überwachen und Marktverwerfungen abfedern.

Donald Trump verfolgt eine andere Strategie und betont die Einnahmen durch bestehende Zölle. Er ignoriert die Marktinstabilität und nennt China den „größten Übeltäter“. Chinas Gegenmaßnahmen kommentiert er mit Verweis auf fallende Börsenkurse.

Trumps Kurs hat wirtschaftliche Auswirkungen. Die Märkte reagieren nervös, und die Aussicht auf eine globale Handelsabkühlung wächst. US-Notenbankchef Jerome Powell warnt vor Inflation und sinkendem Wachstum, während Trump widerspricht und auf sinkende Preise verweist.

Elon Musk sprach sich überraschend für eine Freihandelszone ohne Zölle zwischen Europa und Nordamerika aus. Diese Aussage blieb jedoch politisch folgenlos. Die EU plant, ihre Handelspolitik breiter aufzustellen und andere globale Partner zu suchen.

Die USA sind nicht der einzige globale Partner der EU. Von der Leyen betont die Bedeutung von Indien, Thailand, Indonesien, Malaysia und dem Mercosur-Abkommen. 83 Prozent des Welthandels finden außerhalb der USA statt.

Trumps Zollpolitik zielt auf Handelsungleichgewichte und innenpolitische Dividenden ab. Die Einnahmen sollen seine Steuerpläne finanzieren. Ob das europäische Angebot für Nullzölle Gehör findet, bleibt fraglich.

Quelle: Eulerpool Research Systems