Toyota und Daimler Truck fusionieren Lkw-Sparten für emissionsfreie Zukunft
- Toyota und Daimler Truck fusionieren ihre Lkw-Sparten für 6,4 Mrd. US-Dollar.
- Die neue Einheit fokussiert auf emissionsfreie Antriebe und plant einen Börsengang.
Toyota und Daimler Truck vereinen ihre Nutzfahrzeugsparten Hino Motors und Mitsubishi Fuso. Mit einem Volumen von 6,4 Mrd. US-Dollar entsteht ein neuer Branchenriese, der massiv in emissionsfreie Antriebe wie Wasserstoff und Batterieelektrik investieren wird.
Die neue Holding, geleitet von Mitsubishi-Fuso-Chef Karl Deppen, plant jährlich über 200.000 Fahrzeuge zu verkaufen. Beide Unternehmen halten 25 % der Anteile, wobei Toyotas Stimmrechte auf 19,9 % begrenzt sind. Der Unternehmenswert wird auf 5,6 Mrd. Euro geschätzt.
Die Fusion reagiert auf den Druck chinesischer Wettbewerber wie CATL. Deren Prognosen zeigen, dass bis 2028 die Hälfte der in China verkauften Lkw elektrisch sein werden, was das Wettbewerbsumfeld stark verändert.
Toyota sieht im Lkw-Sektor großes Potenzial für Wasserstoff-Brennstoffzellentechnologie. Diese bietet Vorteile bei Reichweite und Betankungszeit, während der Pkw-Markt von batterieelektrischen Antrieben dominiert wird.
Daimler-Truck-Chefin Karin Rådström betont die Bedeutung der Skalierung für den technologischen Wandel. Die Kooperation ist ein Meilenstein zur Dekarbonisierung des Transportsektors.
Die Fusion, ursprünglich im Mai 2023 angekündigt, wurde nach einem Abgasskandal bei Hino verschoben. Eine Einigung mit US-Behörden ebnete den Weg zur finalen Einigung. Hino verkauft das Hamura-Werk für 1 Mrd. Dollar an Toyota.
Die neue Einheit wird ab April 2026 operativ tätig sein und plant einen Börsengang in Japan. Im japanischen Lkw-Markt entsteht ein Zweikampf zwischen dem Fuso-Hino-Konsortium und Isuzu Motors.