Der Elektroautobauer darf nun offiziell Ride-Hailing-Dienste anbieten und bereitet autonome Tests in mehreren US-Städten vor. Doch im Rennen um vollautonome Robotaxis liegen andere weiter vorn.
Tesla hat in Arizona eine offizielle Zulassung als Transportation Network Company erhalten. Die Genehmigung erlaubt dem Unternehmen grundsätzlich, einen kommerziellen Fahrdienst ähnlich wie Uber zu betreiben. Sie umfasst allerdings noch keinen fahrerlosen Betrieb – dafür sind zusätzliche Freigaben notwendig. Entsprechende Anträge für autonome Tests laufen bereits, unter anderem für Phoenix.
Seit Juni testet Tesla in Austin einen Robotaxi-Dienst mit Sicherheitsfahrern und Remote-Operatoren. Parallel betreibt das Unternehmen in der Bay Area einen klassischen Ride-Hailing-Service mit menschlichen Fahrern. Ende 2025 sollen die Sicherheitsfahrer in Austin wegfallen, sofern die Behörden zustimmen. Bis Ende 2026 plant Tesla einen kommerziellen Robotaxi-Betrieb in Phoenix und anderen US-Großstädten.
Ganz ohne Zwischenfälle verläuft der Weg allerdings nicht. Laut NHTSA wurden im texanischen Pilotprogramm bislang mehrere Unfälle gemeldet. Elon Musk betonte dennoch, man stehe kurz davor, autonome Sicherheit zu erreichen – räumte aber ein, frühere Zeitpläne zu optimistisch formuliert zu haben.
Während Tesla aufholt, dominieren andere Anbieter den Markt. Waymo betreibt in Phoenix bereits einen ausgereiften Robotaxi-Service mit Hunderten Fahrzeugen und Millionen autonomer Fahrten. In China wächst Baidus Apollo Go besonders schnell: Allein im dritten Quartal 2025 wurden mehr als drei Millionen vollständig fahrerlose Fahrten gezählt – ein hoher zweistelliger Millionenwert pro Jahr.
Branchenbeobachter sehen die Robotaxi-Industrie nach einer Durststrecke wieder in Bewegung. Hohe Investitionen, regulatorische Öffnungen und erprobte Systeme großer Anbieter treiben die Entwicklung – und Tesla versucht, den Rückstand zügig zu verkleinern.




