Syrischer Regierungschef besucht das Weiße Haus: Politische Spannungen und neue Allianzen
- Erster Besuch eines syrischen Regierungschefs im Weißen Haus seit Jahrzehnten.
- Diskrete Organisation und politische Spannungen um die „Abraham-Abkommen“.
Zum ersten Mal seit Jahrzehnten betrat ein syrischer Regierungschef das Weiße Haus. US-Präsident Donald Trump empfing Syriens Übergangspräsidenten Ahmed al-Scharaa, der bis vor kurzem auf der US-Terrorliste stand.
Der Besuch wurde diskret organisiert. Al-Scharaa betrat das Weiße Haus durch einen Seiteneingang, ohne Medienpräsenz. Fotos aus dem Oval Office wurden vom syrischen Team veröffentlicht, nicht vom Weißen Haus.
Trump lobte al-Scharaa als „harten Typen“ und sieht Potenzial für Syriens Erfolg. Im Sommer setzte Trump alle Sanktionen gegen Syrien aus, um dem Land eine Chance auf Wiederaufbau zu geben.
Syrien trat der internationalen Anti-IS-Koalition bei, jedoch ohne militärische Beteiligung. Die USA wollen Syrien in die „Abraham-Abkommen“ einbinden, die arabische Staaten zur Normalisierung mit Israel bewegt haben.
Al-Scharaa lehnte diesen Vorschlag ab, da die israelische Besetzung der Golanhöhen andauert. Ein politischer Kurswechsel sei unter diesen Bedingungen für Syrien nicht akzeptabel.