Sparkassen-Kredite: Regionale Zinsunterschiede und hohe Kosten im Vergleich zu Direktbanken
- Große regionale Zinsunterschiede bei Sparkassen-Krediten, besonders hohe Zinsen in Stadtstaaten.
- Sparkassen im Schnitt teurer als Direktbanken, Verbraucher sollten Kredite vergleichen.
Die Sparkassen gelten als sicher und fair, doch eine Analyse zeigt große regionale Zinsunterschiede bei Privatkrediten. Kunden in Sachsen profitieren von günstigeren Konditionen, während Stadtstaaten besonders hohe Zinsen verlangen.
Der Zweidrittel-Zins, der realistischer als Werbezinsen ist, zeigt extreme Abweichungen. In Norddeutschland zahlen Kreditnehmer teils über ein Drittel mehr als in Ostdeutschland.
Im Vergleich zum Gesamtmarkt sind Sparkassen mit durchschnittlich 11,29 % deutlich teurer als Direktbanken und Kreditvermittler, die bei etwa 7,41 % liegen. Das bedeutet einen Zinsaufschlag von rund 34 %.
Ein 20.000-Euro-Kredit über 72 Monate kann so mehrere Tausend Euro mehr kosten. Besonders bei den beliebten Laufzeiten von 72 Monaten sind die Zinsen am höchsten.
Die Sparkassengruppe besteht aus über 350 eigenständigen Instituten, die ihre Konditionen selbst festlegen. Das führt zu Zinsunterschieden je nach Wohnort, selbst bei gleicher Bonität.
Der Name „Sparkasse“ steht nicht für einheitliche Zinsen. Verbraucher sollten Kredite regional und über Bankengruppen hinweg vergleichen, um hohe Kosten zu vermeiden.