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Russlands Einnahmen aus Öl und Gas brechen drastisch ein: Auswirkungen auf die Kriegsfinanzierung

  • Russlands Einnahmen aus Öl und Gas sinken im September um fast ein Viertel.
  • Die Regierung erwägt eine Mehrwertsteuererhöhung, um Haushaltslücken zu schließen.

Russlands Einnahmen aus Öl und Gas sind im September um fast ein Viertel gesunken. Dies geschieht in einer Phase, in der Moskau Rekordausgaben für den Krieg verzeichnet. Die Energieexporte, seit Jahrzehnten das Fundament der russischen Staatsfinanzen, geraten ins Wanken.

Berechnungen auf Basis offizieller Produktions- und Lieferdaten zeigen, dass die Einnahmen im September bei nur noch 592 Milliarden Rubel liegen. Dies entspricht einem Minus von 23 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Von Januar bis September beträgt das Minus über 20 Prozent.

Zwei Faktoren beeinflussen diese Entwicklung: Der Rückgang der Weltmarktpreise für Öl und die Aufwertung des Rubels. Beide Faktoren drücken die inländischen Erlöse und treffen Moskau in einem heiklen Moment.

Der russische Haushalt für 2026 wird vorbereitet, während die Militärausgaben auf das höchste Niveau seit dem Kalten Krieg steigen. Bis zu ein Viertel der Staatskasse wird traditionell durch Öl- und Gasexporte gedeckt.

Medienberichte deuten darauf hin, dass die Regierung über eine Anhebung der Mehrwertsteuer von 20 auf 22 Prozent nachdenkt. Diese Maßnahme könnte kurzfristig Haushaltslücken stopfen, würde jedoch Konsum und Investitionen belasten.

Kremlsprecher Dmitri Peskow wollte eine Steuererhöhung weder bestätigen noch dementieren. Beobachter sehen darin ein taktisches Manöver, um die Debatte offen zu halten.

Der Einbruch bei Öl und Gas zeigt die Verwundbarkeit der russischen Kriegswirtschaft. Sanktionen, sinkende Preise und die Abhängigkeit vom Energieweltmarkt stellen eine Achillesferse dar. Der Kreml muss entscheiden, ob er die Löcher mit neuen Steuern flicken will.

Quelle: Eulerpool Research Systems