Russland fordert Kontrolle über besetzte Gebiete – Friedensgespräche ohne Fortschritt
- Russland fordert Anerkennung besetzter Gebiete, Ukraine lehnt ab.
- Gespräche in Istanbul ohne Fortschritt, Waffenruhe bleibt aus.
In Istanbul endeten die ersten direkten Gespräche zwischen Russland und der Ukraine seit drei Jahren ohne Ergebnis. Russland fordert die Anerkennung der annektierten Gebiete Luhansk, Donezk, Saporischschja und Cherson sowie der Krim.
Die Ukraine lehnte diese Forderungen ab. Präsident Selenskyj bezeichnete die Gespräche als „Farce“. Die russische Delegation wurde von Wladimir Medinski geleitet, der bereits 2022 gescheiterte Verhandlungen führte.
Außenminister Hakan Fidan vermittelte die Gespräche, die als Grundlage für ein Treffen zwischen Putin und Selenskyj dienen sollten. Moskau lehnt jedoch eine von der Ukraine geforderte Waffenruhe ab.
US-Präsident Trump plant ein Treffen mit Putin, während Außenminister Rubio skeptisch bleibt. Ohne direkte Gespräche der Präsidenten sei ein Durchbruch unwahrscheinlich.
Während der Verhandlungen griffen russische Drohnen Kiew und Odessa an. Die ukrainische Luftabwehr meldete über 110 Drohnen, drei Personen wurden verletzt.
NATO-Generalsekretär Mark Rutte kritisierte die niedrige Besetzung der russischen Delegation. Großbritanniens Premier Starmer warf Moskau mangelnde Verhandlungsbereitschaft vor.
Washington will den Dialog offenhalten und bot Russland ein Paket mit Sicherheitsgarantien für die Ukraine an. Moskau zeigt jedoch keine Bewegung, da die militärische Lage Putins Position stärkt.
Die Gespräche endeten ohne konkrete Ergebnisse. Solange Russland auf Gebietsabtretungen besteht und keine Waffenruhe akzeptiert, bleibt ein diplomatischer Durchbruch unwahrscheinlich.