Ritter Sport: Umsatzwachstum trotz Verlusten durch steigende Rohstoffkosten
- Ritter Sport verzeichnete 2025 einen Umsatzanstieg von 17,7%, geriet jedoch durch gestiegene Rohstoffkosten in die Verlustzone.
- Die explodierenden Kakaopreise und steigende Produktionskosten belasten die Gewinne, während Preiserhöhungen den Marktanteil gefährden.
Der Schokoladenhersteller Ritter Sport verzeichnete 2025 einen Umsatzanstieg von 17,7% auf 712 Millionen Euro. Trotz des Wachstums geriet das Unternehmen in die Verlustzone, da die gestiegenen Rohstoff- und Produktionskosten, insbesondere für Kakao, die Gewinne belasteten.
Das Betriebsergebnis blieb hinter den Erwartungen zurück. Die explodierenden Kakaopreise und steigende Kosten für Energie, Logistik und Verpackungen führten zu finanziellen Herausforderungen. Ritter Sport konnte die höheren Kosten nur teilweise an den Handel weitergeben.
Geschäftsführer Andreas Ronken betonte, dass Umsatz nicht gleich Gewinn ist. Der preissensible deutsche Schokoladenmarkt erschwert weitere Preiserhöhungen, da diese zu Absatzrückgängen führen könnten. Ritter Sport steht vor dem Dilemma, notwendige Preiserhöhungen umzusetzen, ohne Marktanteile zu verlieren.
Die Situation von Ritter Sport spiegelt die Herausforderungen der gesamten Süßwarenindustrie wider. Kakao wird zunehmend zu einem strategischen Risiko. Unternehmen mit starken Marken können Preiserhöhungen besser abfedern, stoßen jedoch ebenfalls an Grenzen.
Für Ritter Sport wird entscheidend sein, ob sich die Rohstoffmärkte entspannen oder ob das Unternehmen seine Kostenstruktur anpassen kann. Das Umsatzwachstum zeigt die anhaltende Nachfrage nach der Marke, doch die Gewinne hängen stark vom globalen Kakaomarkt ab.