Finanzen.net übernimmt Vickii: Fokus auf KI-Entwicklung und Neobroker-Wachstum
- Finanzen.net übernimmt Vickii, um KI-Entwicklung und Neobroker-Wachstum zu fördern.
- Das Vickii-Team wird in die Produktentwicklung von Finanzen.net integriert, um strategisch wichtige KI-Funktionen zu entwickeln.
Die Finanzplattform Finanzen.net hat das Fintech Vickii übernommen. Die Vickii-App wird eingestellt, während das Gründerteam zur Finanzen.net-Gruppe wechselt, um an KI-Produkten zu arbeiten, insbesondere für den Neobroker finanzen.net Zero.
Vickii zielte darauf ab, junge Nutzer an die Börse heranzuführen, scheiterte jedoch im umkämpften Markt der Finanz-Apps. Das Team um Lukas Söllner wird nun die Produktentwicklung bei Finanzen.net vorantreiben.
Lukas Söllner übernimmt die Rolle des Head of AI und wird strategisch wichtige KI-gestützte Funktionen entwickeln. Der Fokus liegt auf der Automatisierung von Analyse, Personalisierung und Nutzerführung.
Der Neobroker finanzen.net Zero ist ein zentrales Wachstumsfeld des Unternehmens. Seit dem Führungswechsel zu CEO Muhamad Chahrour steht das Brokerage-Geschäft im Mittelpunkt.
KI wird als Differenzierungsmerkmal gesehen, um die Plattform vom Discountbroker zum datengetriebenen Investmentbegleiter zu entwickeln. Automatisierte Marktanalysen und intelligente Watchlists sind geplant.
Finanzen.net wurde von Axel Springer an Inflexion verkauft. Seitdem liegt der Fokus auf Monetarisierung und Produktintegration, was den Vickii-Deal sinnvoll erscheinen lässt.
Branchenkreise vermuten, dass kein hoher Kaufpreis gezahlt wurde. Finanzen.net sichert sich junge Produkt- und KI-Kompetenz schneller und günstiger als durch internen Aufbau.
Der Vickii-Fall zeigt die Herausforderungen im Consumer-Fintech-Markt. Für Finanzen.net ist die Übernahme ein pragmatischer Schritt, der auf Köpfe statt auf Reichweite setzt.
Es ist ein strategischer Deal der zweiten Ordnung, der ohne große Schlagzeilen auskommt, aber entscheidend für die nächste Entwicklungsstufe im digitalen Finanzmarkt sein könnte.