Procter & Gamble: Stellenabbau und Restrukturierung zur Steigerung der Effizienz
- Procter & Gamble baut 7.000 Stellen ab, um Effizienz zu steigern.
- Restrukturierung zielt auf Kostenreduktion und Automatisierung.
Procter & Gamble plant, in den nächsten zwei Jahren 7.000 Stellen abzubauen. Dies entspricht 15 % der nicht-produktionsbezogenen Arbeitsplätze. Ziel ist es, die Organisation zu verschlanken und trotz eines schwierigen Marktumfelds profitabel zu bleiben.
Der Konzern reagiert auf schwache Konsumlaune, geopolitische Unsicherheiten und Margendruck durch US-Zölle. Bereits im April wurden Umsatz- und Gewinnprognosen gesenkt. Für das kommende Geschäftsjahr wird ein organisches Wachstum von nur 2 % erwartet.
Im Fokus der Restrukturierung stehen der Abbau von Managementstrukturen, Automatisierung und eine digitalisierte Lieferkette. Einmalige Kosten von 1 bis 1,6 Mrd. Dollar werden erwartet. Das Programm soll langfristig Produktivität und Innovationsfähigkeit steigern.
Zusätzlich zu den Stellenstreichungen plant P&G, sich von weniger profitablen Marken zu trennen. Preiserhöhungen könnten folgen, um neue Zollbelastungen abzufedern. Für das laufende Quartal wird ein zollbedingter Ergebnisrückgang von drei bis vier Cent je Aktie erwartet.
Im ersten Quartal sanken die Nettoumsätze um 2 % auf 19,8 Mrd. Dollar, stärker als von Analysten prognostiziert. CFO Andre Schulten sprach von einem „nervösen Konsumenten“, der Konsumausgaben zurückstellt.