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Private Kreditfonds erobern den US-Häusermarkt: Chancen und Risiken

  • Private Kreditfonds nutzen den Rückzug der Banken, um im US-Wohnimmobilienmarkt Fuß zu fassen.
  • Die Nachfrage nach HELOCs und strukturierten Anleihen steigt, während strenge Standards gelten.

Nach der Bankenkrise 2023 ziehen sich regionale Banken zurück, was privaten Kreditgebern neue Möglichkeiten im US-Wohnimmobilienmarkt eröffnet. Diese Firmen, bisher auf Firmenkredite spezialisiert, erweitern ihr Portfolio um hypothekenbesicherte Konsumentenkredite.

Besonders im Fokus stehen home equity lines of credit (HELOCs), die Hausbesitzern erlauben, auf gestiegene Immobilienwerte zuzugreifen. Laut der New Yorker Fed stieg das Volumen offener HELOCs im vierten Quartal 2024 auf 400 Milliarden US-Dollar.

Private-Credit-Anbieter füllen die Lücke, die Banken aufgrund regulatorischer Unsicherheiten hinterlassen. Diese Kredite werden oft in strukturierte Anleihen gebündelt und an institutionelle Investoren verkauft. Der Absatz solcher Anleihen stieg 2024 um über 30 %.

Non-bank originators gewinnen an Bedeutung, da sie meist wenig Eigenkapital haben. Große Fonds mit Zugang zu institutionellem Kapital sehen hier Chancen für zweistellige Renditen und Portfoliodiversifikation.

Strategische Zukäufe unterstützen die Expansion: Brookfield Asset Management übernahm Angel Oak Companies, während Sixth Street Partners ein Joint Venture mit Figure Technology Solutions gründete. Diese Strukturen erinnern an die Zeit vor der Finanzkrise 2008, jedoch mit strengeren Standards.

Die Nachfrage nach Renovierungskrediten und Liquiditätszufuhr wächst, da viele Amerikaner durch niedrige Zinsen an ihre Häuser gebunden sind. „Die Leute ziehen nicht mehr um – sie bauen um“, sagt Aaron Fink von Centerbridge.

Private Kreditfonds werden zu systemrelevanten Akteuren in den USA, nicht nur für Unternehmenskäufe, sondern auch für private Haushalte.

Quelle: Eulerpool Research Systems