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Politischer Umbruch in Chile: José Antonio Kast gewinnt Präsidentschaftswahl

  • José Antonio Kast gewinnt die chilenische Präsidentschaftswahl und beendet die Amtszeit der linken Regierung.
  • Der Wahlsieg markiert einen politischen Umbruch in Lateinamerika, der Europa vor neue Herausforderungen stellt.

Mit dem Wahlsieg von José Antonio Kast erlebt Chile einen politischen Umbruch. Der deutschstämmige Rechtskonservative setzte sich klar gegen die kommunistische Kandidatin Jeannette Jara durch und beendet die Amtszeit der linken Regierung.

Kast gewann die Stichwahl mit rund 58 Prozent der Stimmen. Jara erreichte knapp 42 Prozent und erkannte ihre Niederlage noch am Wahlabend an. Der geordnete Verlauf des Wahlabends wurde durch Kasts Aufruf zu Respekt unterstrichen.

Jaras ideologische Starrheit und ihre Weigerung, Kuba als Diktatur zu bezeichnen, kosteten sie die politische Mitte. Kast hingegen profitierte von einer breiten Wechselstimmung und präsentierte sich als konservative Alternative.

Nach der Wahl suchte Jara das Gespräch mit Kast und wünschte ihm Erfolg. Der scheidende Präsident Gabriel Boric sagte eine reibungslose Übergabe der Amtsgeschäfte zu. Kast wird am 11. März offiziell sein Amt antreten.

Der Machtwechsel gilt als positives Signal für die Stabilität der chilenischen Demokratie. In Lateinamerika gerät die politische Linke zunehmend unter Druck, wie auch in Bolivien und Argentinien zu beobachten ist.

Für Europa ist der Wahlausgang in Chile heikel. Kast gilt als „ultrarechts“, was in Berlin und Brüssel die Frage nach Dialog oder Distanz aufwirft. Chile bleibt ein wichtiger wirtschaftlicher Partner für Europa.

Der Wahlsieg von Kast markiert einen Wendepunkt für Chile und passt in ein größeres regionales Muster. Europa steht vor der Herausforderung, ob es die politische Neuausrichtung in Lateinamerika mitgestaltet oder nur zuschaut.

Quelle: Eulerpool Research Systems