Ørsted unter Druck: Baustopp in den USA, Erfolg in Asien
- Ørsted-Aktie fällt wegen Baustopp in den USA um 15 Prozent.
- Erfolgreicher Verkauf in Taiwan bringt finanzielle Entlastung.
Die Aktie von Ørsted gerät Ende 2025 stark unter Druck. Das US-Innenministerium hat einen 90-tägigen Baustopp für die Offshore-Windprojekte Revolution Wind und Sunrise Wind verhängt. Grund sind nationale Sicherheitsbedenken wegen möglicher Störungen militärischer Radarsysteme.
Für Ørsted ist dies ein schwerer Schlag, da die Projekte zentral für die nordamerikanische Wachstumsstrategie sind. Am 22. Dezember fiel die Aktie um 15 Prozent. Die Unsicherheit bleibt hoch, ob die Radarproblematik technisch gelöst werden kann oder die Projekte gefährdet sind.
Parallel dazu meldet Ørsted einen Erfolg in Asien. Der Konzern verkauft 55 Prozent des Offshore-Windparks Greater Changhua 2 in Taiwan an Cathay Life Insurance und eine Tochtergesellschaft. Dies bringt Ørsted dem Ziel von 35 Milliarden Kronen für 2025-2026 näher.
Der Verkauf in Taiwan kommt zur rechten Zeit. Während in den USA Projekte stillstehen, verschafft der Milliarden-Zufluss finanzielle Luft. Asset Recycling bleibt ein zentrales Instrument, um Liquidität zu sichern und die Bilanz zu stabilisieren.
Mit Blick auf 2026, das von schwierigen Marktbedingungen geprägt sein wird, ist dieser Puffer wichtig. Er reduziert den Druck auf Finanzierung und Verschuldung. Investoren blicken jedoch weiterhin auf die USA und erwarten Lösungen für die Radarprobleme.
Der Milliarden-Deal aus Asien dient vor allem der Schadensbegrenzung. Ob er ausreicht, um das Vertrauen der Anleger zurückzugewinnen, hängt davon ab, wie Ørsted den regulatorischen Konflikt in den USA löst.