ONS Reformiert Datenstrategie: Fokus auf Kernindikatoren nach Pannen
- ONS konzentriert sich auf vier Kernbereiche nach Datenpannen.
- Externe Untersuchung und Streiks belasten die Behörde zusätzlich.
Das britische Statistikamt ONS reagiert auf Kritik an fehlerhaften Daten mit einer strategischen Neuausrichtung. Künftig konzentriert sich die Behörde auf Bruttoinlandsprodukt, Preisentwicklung, Arbeitsmarkt und Bevölkerungsstatistik.
Methodische und organisatorische Probleme hatten Zweifel an der Verlässlichkeit zentraler Daten wie Beschäftigung und Inflation aufkommen lassen. Die Bank of England und die Haushaltsbehörde OBR äußerten Bedenken.
Die Regierung hat eine externe Untersuchung der internen Kultur und Struktur des ONS eingeleitet. Gleichzeitig stimmten Mitarbeitende für die Fortsetzung des Streiks, was die Behörde weiter belastet.
ONS-Chef Ian Diamond betont, dass eine Neugewichtung angesichts begrenzter Mittel unausweichlich sei. Das Budget bleibt nominell konstant, was inflationsbereinigt einem realen Rückgang entspricht.
Erhebungen zu Lebensverhältnissen, Kindeswohl und psychischem Wohlbefinden werden reduziert oder gestoppt. Auch die Kriminalitätsforschung wird zurückgefahren, um die Qualität der zentralen Statistiken zu sichern.
Maßnahmen zur Verbesserung der Rücklaufquoten in Schlüsselumfragen stehen im Fokus. Unzureichende Teilnahmebereitschaft führte zuletzt zu Verzerrungen bei den Arbeitsmarktzahlen mit weitreichenden Folgen.