Novo Nordisk: Stabilisierung nach schwachem Börsenjahr dank Patentschutz und neuer Produktgeneration
- Novo Nordisk stabilisiert sich nach schwachem Börsenjahr durch Patentschutz und neue Produktgeneration.
- Die Aktie ist nach einem Kursverlust von 48 Prozent günstig bewertet, bleibt aber abhängig von der Marktentwicklung in den USA.
Nach einem der schwächsten Börsenjahre in der Unternehmensgeschichte zeigt sich bei Novo Nordisk zu Beginn des Jahres 2026 eine Stabilisierung. Ein wichtiges Patenturteil in China und der Start einer neuen Wegovy-Generation in den USA geben dem dänischen Pharmakonzern strategische Luft.
Der Oberste Volksgerichtshof in China hat den Patentschutz für Semaglutid bestätigt. Dieses Urteil sichert die Blockbuster Wegovy und Ozempic ab und verschiebt das Risiko der Generika-Konkurrenz im chinesischen Markt deutlich nach hinten.
In den USA startet der Verkauf der oralen Version von Wegovy. Diese Tablette ersetzt die bisherigen Injektionen und senkt eine der größten Einstiegshürden für Patienten. Novo Nordisk verschafft sich damit einen Vorsprung gegenüber Wettbewerbern wie Eli Lilly.
Mit einem Einführungspreis von 149 US-Dollar pro Monat zielt Novo Nordisk auf ein breites Marktsegment. Die Aktie ist nach einem Kursverlust von rund 48 Prozent innerhalb von zwölf Monaten günstig bewertet.
Das Kurs-Gewinn-Verhältnis liegt bei etwa 14, deutlich unter dem langjährigen Durchschnitt von rund 22. Diese Bewertung spiegelt das verlorene Vertrauen vieler Anleger wider, die sich 2025 auf Eli Lilly fokussierten.
Trotz der positiven Entwicklungen bleibt das Marktumfeld anspruchsvoll. Eli Lilly konnte mit Zepbound zuletzt deutlich schneller wachsen. Die neue orale Wegovy-Variante muss rasch relevante Umsätze liefern, um mit dem Wettbewerb Schritt zu halten.
Die Kombination aus gesichertem Patentschutz, einem neuen Produktzyklus und einer niedrigen Bewertung bildet eine solide Grundlage für eine mögliche Trendwende. Kurzfristig bleibt die Aktie abhängig von der Umsetzung im US-Markt.