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Moody’s Herabstufung der US-Bonität: Märkte in Aufruhr, Vertrauen schwindet

  • Moody’s stuft US-Bonität herab, Märkte reagieren nervös.
  • Internationale Investoren verlieren Vertrauen, Renditen steigen.

Moody’s hat die Kreditwürdigkeit der USA von „Aaa“ auf „Aa1“ herabgestuft. Dies ist das erste Mal seit Jahrzehnten, dass keine der großen Ratingagenturen den USA eine makellose Bonität bescheinigt.

Die Renditen zehnjähriger US-Staatsanleihen stiegen auf 4,55 Prozent, bei dreißigjährigen Anleihen sogar auf über fünf Prozent. Europäische Märkte gerieten ebenfalls unter Druck.

Moody’s begründet die Entscheidung mit der wachsenden Verschuldung der USA. Präsident Trumps Vorschlag zur Ausweitung des Schuldenlimits verstärkt die Sorgen über die langfristige Finanzpolitik.

Internationale Investoren reagieren skeptisch. Der Anteil indirekter Gebote bei Auktionen 30-jähriger US-Anleihen fiel auf unter 60 Prozent. Auch China reduzierte seine Bestände.

Ray Dalio warnt vor einer Abwärtsspirale aus steigenden Zinsen und Verschuldung. EZB-Chefin Lagarde spricht von einem Vertrauensverlust in die US-Politik.

Timo Steinbusch von der Apobank sieht die Abwertung als „Paukenschlag“ und warnt vor der neuen Fragilität zwischen Fiskalpolitik und Marktvertrauen.

Finanzminister Scott Bessent spielt die Herabstufung herunter, kündigt jedoch an, Schulden abzubauen und Wachstum zu steigern. Ob dies ausreicht, bleibt offen.

Quelle: Eulerpool Research Systems