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Microsoft: Herausforderungen im neuen Börsenjahr 2026

  • Microsoft startet schwach ins Börsenjahr 2026 mit regulatorischen und Gaming-Herausforderungen.
  • Investoren hinterfragen die Monetarisierung der KI-Offensive, während die Aktie unter Druck steht.

Microsoft startet schwach ins Börsenjahr 2026. Eine kartellrechtliche Untersuchung in Brasilien und schwache Xbox-Verkäufe in Großbritannien belasten die Aktie. Zweifel an der Monetarisierung der KI-Offensive verstärken den Druck.

Die brasilianische Wettbewerbsbehörde CADE untersucht mögliche wettbewerbswidrige Praktiken in den Bereichen Cloud-Computing und Software-Lizenzierung. Brasilien reiht sich damit in die Liste der Regionen ein, in denen Microsoft unter regulatorischer Beobachtung steht.

Solche Verfahren haben selten kurzfristig gravierende finanzielle Folgen, wirken jedoch als Unsicherheitsfaktor. Microsoft steht unter hoher Erwartungshaltung, was den Schritt für Investoren ungünstig macht.

Im Gaming-Segment sind die Xbox-Verkäufe in Großbritannien um 39 Prozent eingebrochen. Der britische Markt gilt als wichtiger Indikator für die Akzeptanz von Konsolen in Europa.

Die Zahlen zeigen strukturelle Herausforderungen: Klassische Hardware gerät unter Druck, und die Übernahme von Activision Blizzard zeigt bislang nur begrenzte kurzfristige Effekte.

Der KI-Wettlauf spielt ebenfalls eine Rolle. Anleger hinterfragen, wie schnell Anwendungen wie Copilot in messbare Umsätze übersetzt werden können.

Während Microsofts Aktie nachgab, blieb die von Alphabet stabil. Dies deutet auf eine Verschiebung der Anlegerpräferenzen im Tech-Sektor hin.

Die Aktie fiel unter wichtige gleitende Durchschnitte, was auf eine Konsolidierungsphase hindeutet. Auf 30-Tage-Sicht liegt das Papier dennoch im Plus.

Mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von rund 34 bleibt die Bewertung ambitioniert. Der Markt preist starkes Wachstum ein, reagiert aber sensibler auf Risiken.

Ende Januar veröffentlicht Microsoft die Zahlen für das zweite Quartal 2026. Im Fokus stehen das Wachstum der Cloud-Sparte Azure und die Umsatzbeiträge von KI-Produkten wie Copilot.

Die Mischung aus regulatorischem Gegenwind, schwächeren Gaming-Zahlen und kritischerer KI-Bewertung sorgt für Zurückhaltung. Microsoft bleibt jedoch strategisch gut positioniert.

Der Jahresstart zeigt: Die Aktie ist kein Selbstläufer mehr. Für langfristige Anleger könnte die aktuelle Schwächephase eine Gelegenheit sein, vorausgesetzt, Cloud- und KI-Wachstum liefern belastbare Zahlen.

Quelle: Eulerpool Research Systems