Mark Tucker verlässt HSBC: Strategische Neuausrichtung und Nachfolgesuche
- Mark Tucker tritt bis Ende 2025 als HSBC-Chairman zurück, Nachfolgesuche läuft.
- Strategische Neuausrichtung: Fokus auf Asien, Reduktion in westlichen Märkten.
Mark Tucker wird bis Ende 2025 als Chairman von HSBC zurücktreten. In seiner achtjährigen Amtszeit hat er die Bank strategisch neu ausgerichtet und drei Vorstandschefs ausgetauscht. Die Suche nach einem Nachfolger wird von Ann Godbehere geleitet und soll in sieben Monaten abgeschlossen sein.
Tucker war der erste externe Chairman der Bank und initiierte zwei große Restrukturierungswellen. Er verlagerte den Fokus auf Asien und reduzierte das Geschäft in westlichen Märkten. Unter seiner Führung verkaufte HSBC ihre kanadische, französische und argentinische Einzelkundensparte, was die Mitarbeiterzahl von 235.000 auf 212.000 senkte.
Während seiner Amtszeit erlebte HSBC mehrere interne Machtwechsel. Vier CEOs arbeiteten unter Tucker, zuletzt Georges Elhedery, der Noel Quinn ablöste. Tucker äußerte Vertrauen in Elhederys Fähigkeit, die Bank in einem volatilen geopolitischen Umfeld weiterzuführen.
Tucker musste auch externe Herausforderungen bewältigen, darunter Kritik aus Washington und den Versuch von Großaktionär Ping An Insurance, die Bank aufzuspalten. Ping An scheiterte jedoch am Widerstand der Mehrheit der Aktionäre.
Finanziell blieb der große Erfolg aus, die Aktie legte jedoch zuletzt zu und steht über Tuckers Amtszeit mit rund zwölf Prozent im Plus. Analysten sehen den Zeitpunkt seines Abschieds als folgerichtig und erwarten einen reibungslosen Übergang.