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Lokale Anleihen aus Schwellenländern: Attraktive Ertragsstrategie in turbulenten Zeiten

  • Lokale Anleihen aus Schwellenländern bieten hohe Renditen und profitieren von sinkenden Leitzinsen.
  • Währungsentwicklungen und geopolitische Risiken beeinflussen die Attraktivität dieser Anleihen.

Inmitten globaler Marktturbulenzen gewinnen lokale Anleihen aus Schwellenländern an Attraktivität. Während US-Aktien erheblich an Wert verloren, erzielten Anleger mit Schwellenländeranleihen bemerkenswerte Erfolge.

Ein Bloomberg-Index für Schwellenländeranleihen in Lokalwährung verzeichnete seine beste Wochenperformance seit einem Monat. Zins-Swaps in Brasilien und Chile fielen auf den niedrigsten Stand seit 2022.

Die Erwartung sinkender Leitzinsen in Emerging Markets und der Spielraum für geldpolitische Lockerungen sind die Haupttreiber. Die Wachstumsdynamik schwächt sich ab, was Zentralbanken in Schwellenländern Spielraum verschafft.

Investoren profitieren von hohen Renditen und wachsendem Zinssenkungsspielraum. Brasiliens 10-jährige Staatsanleihen rentieren bei 15 Prozent, Mexikos Mbonos bei 9 Prozent, die Türkei bei 32 Prozent.

Währungsentwicklungen spielen ebenfalls eine Rolle. Der Dollar verlor 3,4 Prozent gegenüber einem Währungskorb, was Lokalwährungsanleihen für US-Investoren attraktiver macht.

Fondsmanager sehen Potenzial nicht nur in Lateinamerika. Anleihen aus Chile und Kolumbien sind ebenfalls attraktiv, da die Wachstumsschwäche in den USA Emerging Markets stabilisierend wirken lässt.

Das Umfeld bleibt fragil. Ein stärkerer Einbruch der US-Wirtschaft könnte die Risikobereitschaft senken. Eine Umkehr in der US-Handelspolitik könnte das Zinsnarrativ infrage stellen.

Manager bleiben selektiv und prüfen Länderrisiken, geldpolitischen Spielraum und Währungsvolatilität. Schwächelnde Positionen werden schneller geschlossen. Lokales EM-Debt könnte ein unterschätzter sicherer Hafen sein.

Quelle: Eulerpool Research Systems