Der November galt in der Kryptoszene als Startschuss für neue Höchststände. Doch statt Raketenstart folgt Ernüchterung.
Bitcoin verlor zu Wochenbeginn rund fünf Prozent, Ethereum sogar zehn Prozent. Auslöser sind neue Unsicherheiten rund um die US-Notenbank. Die Fed hatte zwar zuletzt die Zinsen gesenkt, doch entscheidend sind nun die kommenden Arbeitsmarktdaten: Fallen sie stark aus, könnte die Fed weitere Lockerungen verzögern. Das belastet risikoreiche Anlagen wie Kryptowährungen.
Neben dem makroökonomischen Umfeld sorgte eine technische Kettenreaktion für zusätzlichen Druck. Innerhalb von nur 24 Stunden wurden gehebelte Long-Positionen im Wert von mehr als 1,2 Milliarden US-Dollar automatisch aufgelöst. Diese Liquidationen verstärken Preisrückgänge, weil sie weitere Verkäufe auslösen.
Der Bitcoin Fear and Greed Index rutscht auf 33 Punkte und signalisiert deutliche Angst. Während langfristige Halter Positionen reduzieren, spekulieren kurzfristige Trader auf schnelle Rebounds. Institutionelle Investoren bleiben abwartend.
Trotz des Rückschlags zeigt sich strukturell ein stabilerer Markt. Regulatorische Fortschritte und technologische Entwicklungen stärken den langfristigen Investmentcase. Sollte die Fed ein moderates Signal senden oder der US-Arbeitsmarkt nachgeben, könnte eine Erholung schnell einsetzen.




