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Kontroverse um Berichterstattung: Stromausfall in Berlin und Pinguine in Südafrika im Fokus

  • Ein Stromausfall in Berlin betrifft 30.000 Haushalte, während die „Tagesschau“ nur kurz berichtet.
  • Ein Beitrag über bedrohte Pinguine in Südafrika erhält mehr Sendezeit, was zu Kritik führt.

Ein massiver Stromausfall hat den Südwesten Berlins lahmgelegt. Rund 30.000 Haushalte und 1.200 Unternehmen sind betroffen. Die Reparaturen werden mehrere Tage dauern, während pflegebedürftige Menschen in Turnhallen untergebracht werden mussten.

Die „Tagesschau“ widmete dem Vorfall nur 29 Sekunden. Der mutmaßlich linksextremistische Hintergrund wurde knapp erwähnt, ohne tiefere Einordnung der Folgen. Dies führte zu Kritik in sozialen Medien.

Stattdessen erhielt ein Beitrag über bedrohte Brillenpinguine in Südafrika fast zwei Minuten Sendezeit. Der Bericht thematisierte Umweltverschmutzung, Schiffslärm und Klimawandel als Bedrohungen für die Tierart.

Die unterschiedliche Gewichtung der Themen löste eine Debatte über journalistische Prioritäten aus. Zuschauer kritisierten die kurze Berichterstattung über den Berliner Stromausfall im Vergleich zum Umweltbericht.

Kommentare wie „Pinguine statt Stromterror“ wurden laut. Einige forderten Reformen des öffentlich-rechtlichen Rundfunks oder stellten den Rundfunkbeitrag infrage.

Ein Brennpunkt oder eine Sondersendung zum Berliner Blackout wurde nicht gesendet, obwohl das Ereignis internationale Aufmerksamkeit erlangte. Die „Tagesschau“ verteidigt ihre breite Themenpalette.

Die Redaktion äußerte sich bisher nicht zur Kritik. Die Diskussion berührt die Frage, welche Ereignisse als gesellschaftlich relevant gelten.

Die betroffenen Haushalte sollen bis Donnerstagnachmittag wieder ans Netz angeschlossen werden. Die Arbeiten laufen planmäßig, doch die Debatte über journalistische Gewichtung bleibt bestehen.

Quelle: Eulerpool Research Systems