Nach Jahren der Straffälligkeit zieht der Staat Konsequenzen – die kontrollierte Rückkehr der Familie nach Syrien gilt als Signal für eine strengere Gangart gegenüber kriminellen Clanstrukturen.
Nach jahrelangen Ermittlungen und dutzenden Strafverfahren hat eine 20-köpfige syrische Großfamilie aus Stuttgart Deutschland verlassen. Laut dem Justizministerium Baden-Württemberg sollen die meisten Familienmitglieder an mehr als 160 Straftaten beteiligt gewesen sein – darunter versuchte Totschläge, Körperverletzungen und Diebstähle.
Wie Justizministerin Marion Gentges (CDU) erklärte, seien 17 der 20 Personen inzwischen ausgereist – vier bereits im Sommer, 13 am vergangenen Wochenende. Drei weitere sitzen noch in Haft und sollen nach Verbüßung ihrer Strafen folgen. Eine Abschiebung nach Syrien war rechtlich schwierig, da die Betroffenen zunächst subsidiären Schutz genossen. Aufgrund neuer Gespräche der Bundesregierung mit der syrischen Regierung sei nun eine „kontrollierte Ausreise“ möglich gewesen.
Zur Familie gehören laut Innenministerium neben dem Vater – ebenfalls polizeibekannt – zwei Ehefrauen sowie zahlreiche Geschwister und Halbgeschwister. Die meisten kamen zwischen 2015 und 2020 nach Deutschland. Ihr Aufenthaltsrecht wurde mittlerweile entzogen.




