Die Holcim-Aktie reagierte prompt und legte um +0,95 % auf 72,49 Euro zu. Anleger werten den Xella-Deal als strategischen Coup – und als Zeichen, dass Europas Baustoffriese jetzt auf nachhaltiges Wachstum setzt.
Der Schweizer Baustoffkonzern Holcim setzt seine Einkaufstour fort – und kündigt einen der größten Deals der europäischen Bauindustrie der letzten Jahre an. Für rund 1,85 Milliarden Euro übernimmt Holcim den deutschen Wandsystem-Spezialisten Xella, der als Vorreiter für nachhaltige und energieeffiziente Baumaterialien gilt.
Mit der Übernahme will Holcim seine Position als führender Anbieter nachhaltiger Baumaterialien weiter ausbauen. Xella, mit Sitz in Duisburg und rund 4.000 Mitarbeitenden, erzielt in über 20 Ländern einen Jahresumsatz von rund 1 Milliarde Euro. Der Vollzug des Deals ist für die zweite Jahreshälfte 2026 geplant – vorbehaltlich der Zustimmung der Wettbewerbsbehörden.
Die Akquisition soll ab dem dritten Jahr Synergieeffekte von etwa 60 Millionen Euro beim EBITDA bringen. Schon im ersten Jahr rechnet Holcim mit einem positiven Beitrag zum Gewinn je Aktie und freien Cashflow. Für CEO Miljan Gutovic ist der Deal „ein Meilenstein in der strategischen Weiterentwicklung des Konzerns“.
Mit Xella gewinnt Holcim nicht nur ein profitables Geschäftsfeld, sondern auch technologische Stärke. Über Plattformen wie blue.sprint und Building Companion gilt Xella als digitaler Vorreiter bei Planung und Bau. Branchenkenner sehen den Kauf als Signal für die Konsolidierung der europäischen Baustoffbranche – und als klares Bekenntnis Holcims zur grünen Transformation.




