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KKR zieht sich aus £4-Mrd.-Deal zurück: Thames Water droht Renationalisierung

  • KKR zieht £4-Mrd.-Rettungsangebot für Thames Water zurück, Renationalisierung droht.
  • Thames Water kämpft mit £20 Mrd. Schulden, alternative Rettungskonzepte werden diskutiert.

Thames Water, Großbritanniens größter Wasserversorger, steht vor einer ungewissen Zukunft. Der US-Investor KKR hat sein £4 Milliarden schweres Rettungsangebot überraschend zurückgezogen, nur wenige Tage nach der Einreichung bei der Regulierungsbehörde Ofwat.

Der Rückzug folgt auf ergebnislose Verhandlungen mit Regierungsvertretern. Bedenken über politische Einflussnahme unter der neuen Labour-Regierung führten zu Zweifeln an der Planbarkeit des Engagements.

Thames Water ist mit £20 Milliarden verschuldet und kämpft mit einer schwachen Bilanz. Ein teures Überbrückungsdarlehen von £3 Milliarden wurde von Silver Point Capital und Elliott Management bereitgestellt.

KKR hatte im März den Zuschlag für ein Rekapitalisierungsmodell erhalten, das eine Eigenkapitalspritze vorsah. Parallel dazu diskutierte Thames Water ein alternatives Rettungskonzept mit Anleihegläubigern.

Die Regierung bereitet eine Renationalisierung im Rahmen des „Special Administration Regime“ vor, bevorzugt jedoch eine marktbasierte Lösung. Umweltminister Steve Reed betonte die Offenheit für Investoren.

KKR äußerte sich nicht zu den Rückzugsgründen. Insider nannten politische Rhetorik, hohe Bußgelder und die komplexe Stakeholder-Struktur als ausschlaggebend.

Ofwat belegte Thames Water kürzlich mit einer Strafe von £123 Millionen wegen illegaler Abwassereinleitungen und Dividendenausschüttungen trotz schwacher Performance.

Thames Water-Chair Sir Adrian Montague bezeichnete die Situation als enttäuschend, arbeitet jedoch an einer Lösung mit Gläubigern. Gespräche mit anderen Bietern wie CK Infrastructure und Castle Water könnten wieder aufgenommen werden.

Eine von der Regierung eingesetzte Kommission kritisierte die Aufsicht durch Ofwat. Die Behörde solle weniger auf sektorweite Modellierungen setzen und stärker unternehmensindividuell eingreifen.

Quelle: Eulerpool Research Systems