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Kartellstrafe für 16 Autobauer: EU verhängt 458 Millionen Euro Bußgeld

  • EU verhängt 458 Millionen Euro Strafe gegen 16 Autobauer wegen Kartellabsprachen.
  • Volkswagen und Renault-Nissan erhalten höchste Einzelstrafen, Mercedes-Benz entgeht Strafe.

Die Europäische Kommission hat 16 Automobilhersteller und den Verband ACEA mit einer Kartellstrafe von 458 Millionen Euro belegt. Grund sind wettbewerbswidrige Absprachen zur Altfahrzeugverwertung über fast 15 Jahre.

Zwischen 2002 und 2017 sollen die Unternehmen über ACEA Treffen organisiert haben, um keine Vergütung an Fahrzeugverwerter zu zahlen und Recyclinginformationen zurückzuhalten. Dies sollte verhindern, dass Recycling zu einem Verkaufsargument wird.

Volkswagen erhielt die höchste Einzelstrafe von 127,7 Millionen Euro, gefolgt von Renault-Nissan mit 81,46 Millionen Euro. Mercedes-Benz entging einer Strafe, da der Konzern das Kartell offengelegt hatte.

Einige Hersteller wie Mitsubishi und Ford erhielten Strafnachlässe für ihre Kooperation bei den Ermittlungen. Andere Unternehmen äußerten sich zunächst nicht zu den Entscheidungen.

Parallel verhängte Großbritannien Bußgelder von 77,68 Millionen Pfund gegen zehn Autohersteller und zwei Verbände. Die britische Wettbewerbsbehörde CMA führte ein eigenes Verfahren durch.

Renault betonte, dass kein finanzieller Schaden für Verbraucher entstanden sei. ACEA erklärte, man habe kooperiert und werde keinen Einspruch einlegen. Die Praktiken hätten weder Innovation behindert noch Verbraucher geschädigt.

Nach EU-Recht müssen Hersteller die Entsorgungskosten für Altfahrzeuge übernehmen und Kunden über die Recyclingfähigkeit informieren. Die Absprachen verhinderten diese Transparenz und verzerrten den Wettbewerb.

Quelle: Eulerpool Research Systems