Kanada am Rande der Rezession: Zölle und schwache Nachfrage belasten Wirtschaft
- Kanada verliert 33.000 Jobs im März, Rezession droht.
- US-Zölle belasten kanadische Exportbranchen stark.
Die kanadische Wirtschaft steht vor einer Rezession. Im März gingen 33.000 Arbeitsplätze verloren, der schwächste Bericht seit drei Jahren. Besonders betroffen sind exportorientierte Branchen wie die Automobilindustrie, die unter US-Zöllen leidet.
US-Präsident Donald Trump belastet die Handelsbeziehungen mit Strafzöllen auf Stahl, Aluminium und Autos. Stellantis setzte die Produktion in Windsor aus, 4600 Mitarbeiter wurden freigestellt. Die kanadische Industrie spürt die Folgen deutlich.
Die Bank of Canada berichtet, dass 32 Prozent der Unternehmen mit einer Rezession innerhalb der nächsten zwölf Monate rechnen. Investitions- und Einstellungspläne werden zurückgestellt, während steigende Einfuhrkosten an Konsumenten weitergegeben werden.
Premierminister Mark Carney sieht Risiken durch einen möglichen Abschwung in den USA. Er versucht gegenzusteuern mit zinsgünstigen Krediten, Steueraufschüben und Entlastungen für Senioren, um die Nachfrage zu stützen.
Ontario hat ein Steuerpaket von 7,8 Milliarden US-Dollar geschnürt. Ottawa prüft finanzielle Unterstützung für US-Autobauer in Kanada, um die Belastungen durch Trumps Zölle abzufedern.
Kanada hat Vergeltungsmaßnahmen ergriffen, darunter Zölle auf US-Fahrzeuge und Importe im Wert von über 40 Milliarden Dollar. Die fiskalpolitische Flexibilität ist jedoch begrenzt.
Die Bank of Canada wird voraussichtlich ihren Leitzins unverändert lassen. Höhere Verbraucherpreise schränken den geldpolitischen Spielraum ein. Zinssenkungen sind nur bei ernsthaften Marktverwerfungen zu erwarten.