JPMorgan Chase: Starke Ergebnisse trotz Sondereffekten im Apple-Kreditkartengeschäft
- JPMorgan Chase verzeichnete im vierten Quartal einen Gewinnrückgang aufgrund einer Rückstellung im Apple-Kreditkartengeschäft.
- Ohne Sondereffekte übertraf der bereinigte Gewinn die Erwartungen, was die Ertragskraft der Bank unterstreicht.
JPMorgan Chase verzeichnete im vierten Quartal einen Gewinnrückgang auf 13 Milliarden Dollar. Grund ist eine Rückstellung von 2,2 Milliarden Dollar für mögliche Kreditausfälle im Apple-Kreditkartenportfolio.
Ohne diesen Sondereffekt hätte der Gewinn 14,7 Milliarden Dollar betragen, was über den Erwartungen liegt. Dies zeigt die anhaltende Ertragskraft der Bank.
Der Handel war der Haupttreiber des Ergebnisses. Hohe Volatilität in den Märkten führte zu starken Umsätzen im Anleihe-, Derivate- und Aktienhandel.
Das Investmentbanking erzielte mit 2,3 Milliarden Dollar Gebühren ein solides Ergebnis, trotz eines verhaltenen Umfelds für Börsengänge und M&A-Transaktionen.
Durch die Übernahme des Apple-Kreditkartengeschäfts stärkt JPMorgan seine Position im Konsumentenbanking und erschließt neue Cross-Selling-Potenziale.
Die hohe Rückstellung spiegelt eine konservative Risikopolitik wider und stärkt die Widerstandsfähigkeit der Bank.
Ein Vorstoß von US-Präsident Donald Trump zur Deckelung der Kreditkartenzinsen könnte die Ertragsmodelle der Banken belasten.
JPMorgan ist jedoch breit diversifiziert und weniger abhängig vom Kreditkartengeschäft, was einen strukturellen Vorteil darstellt.
CEO Jamie Dimon setzt auf Ertragsbreite, hohe Kapitalpuffer und technologische Investitionen, was die Stabilität des Geschäftsmodells unterstreicht.
Der Jahresgewinn 2025 lag bei 57 Milliarden Dollar, leicht unter dem Vorjahr, bedingt durch Sondereffekte, nicht durch operative Schwäche.